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Bitcoin in der Krise? Deutsche Anleger sehen das ganz anders

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Ende Mai 2026 hatte das Bitcoin-Treasury-Unternehmen Strategy 32 Bitcoin verkauft und damit den Beleg für den zuvor angekündigten Ausstieg aus seiner „Niemals-verkaufen“-Strategie geliefert. Obwohl das nur 0,004 Prozent des gesamten Bitcoin-Bestands von Strategy entspricht, sorgte das auf dem nervösen Markt für einen Kursrutsch auf unter 70.000 Dollar.

Analysten rechnen mit höheren Zinsen

Nach der Veröffentlichung eines überraschend robusten US-Arbeitsmarktberichts für Mai am 5. Juni 2026 setzte sich der Abwärtstrend noch einmal fort. Denn aufgrund der starken Zahlen rechnen Analyst:innen mit Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed, was Investitionen in risikobehaftete Assets wie Kryptowährungen bremst.

Der Bitcoin-Kurs rutschte daraufhin erstmals seit Oktober 2024 wieder deutlich unter die Marke von 60.000 Dollar – eine glatte Halbierung des Preise seit dem im Oktober 2025 erreichten Allzeithoch. Seit Jahresbeginn verlor der Bitcoin-Kurs laut Coinmarketcap fast ein Drittel seines Wertes.

Hunderte Millionen Dollar verbrannt

Im Rahmen der auf den aktuellen Kursrutsch folgenden Liquidationswelle wurden innerhalb von 24 Stunden 1,75 Milliarden Dollar verbrannt, darunter 617 Millionen auf Bitcoin-Long-Positionen, wie kapitalmarktexperten.de schreibt.

Auch der Kapitalabfluss aus Bitcoin-ETFs setzte sich fort. Insgesamt zogen Investor:innen am 5. Juni rund 325 Millionen Dollar ab. Seit Mitte Mai ist das verwaltete Gesamtvermögen in diesem Bereich um gut 30 Milliarden Dollar zurückgegangen.

Krypto-Umfrage: Anleger halten Bitcoin

Krypto-Anleger:innen scheinen sich von dem anhaltenden Abwärtskurs aber offenbar nicht beeindrucken. Wie der „Crypto Survey“ 2026 des Beratungsunternehmens Strategy& ergeben hat, reduzierten nur gut 17 Prozent der Befragten ihre Investments im Januar und Februar, als Kryptowährungen schnell an Wert verloren. 20 Prozent erhöhten ihre Positionen sogar.

Für die Umfrage hat Strategy& Anleger:innen aus den USA, Deutschland, den Niederlanden, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten befragt, wie das Handelsblatt berichtet. Zwei Drittel von ihnen sind Kleinanleger:innen mit maximal 10.000 in Kryptowährung investierten Dollar.

Bitcoin-Fans sehen bis zu 854.000 Dollar

Die Mehrheit dieser Kryptofans ist derweil der Überzeugung, dass die aktuelle Flaute nur ein Zwischentief ist und die Kurse künftig wieder kräftig steigen. Die Anleger:innen rechnen im Schnitt mit einem Erreichen eines Kurses von 854.000 Dollar bis Ende 2030. Die Deutschen sind etwas weniger euphorisch. Hierzulande gehen die Befragten von einem Bitcoin-Preis von rund 538.000 Dollar aus.

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 07.06.2026 veröffentlicht, interessiert jedoch immer noch sehr viele unserer Leser:innen. Deshalb haben wir ihn aktualisiert und hier nochmals zur Verfügung gestellt.