Bitcoin fiel am Dienstag unter die psychologisch wichtige Marke von 70.000 US-Dollar und notierte bei etwa 69.300 US-Dollar, da die Derivate-Positionierungen einige der höchsten Niveaus des aktuellen Zyklus erreichten.
Das Open Interest auf den Bitcoin-Futures-Märkten ist laut Daten von Coinglass auf etwa 773.000 $BTC angestiegen, ein Niveau, das in der Aufzeichnung nur wenige Male erreicht wurde. Frühere Spitzen traten während lokaler Markthochs auf. Die aktuelle Positionierung deutet darauf hin, dass gehebelte Trader eher auf eine schnelle Kursrallye setzen, anstatt Risiken zu reduzieren.
Diese zunehmende Hebelwirkung spiegelt sich auch in den Finanzierungsraten für unbefristete Futures wider, die laut Coinglass-Daten auf etwa 10 % jährlich gestiegen sind. Eine positive Finanzierung bedeutet, dass Long-Trader Shorts dafür bezahlen, ihre Positionen zu halten. Da Bitcoin weiter fällt, kommt es zu Liquidationen von Long-Hebelpositionen, was den Preis weiter nach unten treibt.
Die allgemeine Stimmung bleibt apathisch. Der Crypto Fear & Greed Index zeigt weiterhin Angst an, während der Coinbase Premium Index mit etwa -100 tief negativ bleibt. Die Kennzahl misst die Preisdifferenz zwischen Bitcoin auf Coinbase und Offshore-Börsen, wobei ein negativer Wert oft auf eine schwächere Nachfrage von US-amerikanischen institutionellen und Spot-Investoren hinweist – ein Trend, der sich deutlich in den anhaltenden Abflüssen aus den in den USA ansässigen Spot-$BTC-ETFs widerspiegelt.
Die Divergenz zwischen gehebelten Bull-Positionen und einer sich verschlechternden Spot-Nachfrage tritt auf, während Bitcoin weitgehend unkorreliert zu breiteren Risikoanlagen bleibt, mit KI und Software-Aktien setzt die Rallye zu neuen Höchstständen fort.