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Krypto am Morgen: Bitcoin-Kurs schwankt nach Fed-Zinsentscheid stark

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Der Bitcoin-Kurs ist seit dem Zinsentscheid der US-Notenbank am gestrigen Abend deutlich hin und her gesprungen. Vor der Sitzung legte der Kurs zunächst zu, anschließend folgte ein Rückgang, dann eine schnelle Erholung, darauf erneut ein scharfer Abverkauf. Über Nacht konnte sich der Kurs wieder stabilisieren.

Unter dem Strich notiert Bitcoin (BTC) wieder bei rund 64.000 Dollar und damit praktisch unverändert gegenüber dem Stand von vor 24 Stunden.

Bitcoin-Kurs volatil, aber über 24 Stunden unverändert. Quelle: TradingView

Warsh hält sich alle Optionen offen

Die volatile Reaktion passt zur Botschaft des Vorsitzenden der US-Notenbank, Kevin Warsh. Er mahnte Anleger, nicht über die Absichten der Notenbank zu spekulieren, sondern sich vor allem an den Konjunkturdaten zu orientieren.

Die Fed ließ den Leitzins unverändert in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Warsh wollte jedoch nicht von einer Zinspause sprechen. Die Inflation liegt weiterhin über dem Zielwert von 2 Prozent, und ein einzelner günstiger Inflationswert reicht aus seiner Sicht nicht aus, um das Problem für gelöst zu erklären.

Gleichzeitig gab Warsh keine konkreten Hinweise auf den nächsten Zinsentscheid. Die Fed will sich nicht auf einen vorab festgelegten Kurs festlegen und werde eingreifen, wenn dies notwendig und angemessen sei. Damit bleiben sowohl eine Zinserhöhung als auch eine längere Phase unveränderter Zinsen möglich.

Nach dem Zinsentscheid sind vor allem die Renditen gestiegen. Für Bitcoin ist das das wichtigste Signal. Grundsätzlich belastet ein solches Umfeld den Kurs.

An den Börsen nimmt die Nervosität zu

Hinzu kommt, dass die wachsende Unsicherheit an den Börsen Bitcoin kaum stützt. Im Hintergrund spielt weiterhin der Iran-Krieg eine Rolle. Der Ölpreis liegt dadurch über 90 Dollar, die Inflation bleibt ein Risiko, und die Zinsen können deshalb kaum deutlich sinken.

Gestern legten Microsoft und Meta ihre Quartalszahlen vor. Während Meta nach den Zahlen um 7 Prozent einbrach, gewann Microsoft 8 Prozent.

Das zeigt vor allem, dass Anleger Aktien derzeit stärker einzeln bewerten. Geht die KI-Strategie eines Unternehmens nicht auf, weil sie bislang zu wenig Rendite bringt, werden solche Firmen an der Börse spürbar abgestraft.

Das schürt Zweifel am gesamten KI-Zyklus und sorgt für ein instabiles Marktumfeld. Bitcoin profitiert davon in der Regel nicht.