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SpaceX-IPO treibt 1.4 Mrd. USD Handelsvolumen auf Hyperliquid

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Der SPCX-Perp auf Hyperliquid erzielte am Tag des SpaceX-Börsengangs ein Handelsvolumen von 1.4 Mrd. USD. Damit wurde der Kontrakt zum volumenstärksten Markt im HIP-3-Ökosystem, parallel zum grössten IPO der Geschichte.

HIP-3 (Hyperliquid Improvement Proposal 3) ist ein Framework auf Hyperliquids Infrastruktur, das qualifizierten Entwicklern eigene permissionlose Perpetual-Futures-Märkte erlaubt. Handelbar sind dort Aktien, Rohstoffe, Indizes, Devisen und Kryptowährungen, rund um die Uhr und ohne Zwischenbroker. Ursprünglich ging das Framework im Oktober 2025 live; den xyz:SPCX-Kontrakt stellte der Deployer Trade.xyz später, im Mai 2026, bereit. Das Tagesvolumen am Börsengang entsprach rund 30% des gesamten HIP-3-Volumens an jenem Tag. In den drei Wochen davor hatte der Tagesdurchschnitt hingegen bei lediglich rund 26 Mio. USD gelegen. Der Sprung um das rund 54-Fache zeigt, wie stark ein einzelnes Ereignis die noch jungen HIP-3-Märkte bewegen kann.

Preisentdeckung vor dem Börsengang: SPCX-Perp handelte wochenlang vor der Nasdaq

Trade.xyz listete den xyz:SPCX-Perp bereits Mitte Mai 2026 auf Hyperliquid, also Wochen vor dem offiziellen Handelsstart an der Nasdaq. Der Kontrakt eröffnete zunächst auf Basis eines Referenzpreises von 150 USD, was einer voll verwässerten Bewertung von rund 1.78 Bio. USD entsprach. Eine voll verwässerte Bewertung rechnet sämtliche potenziellen Aktien ein und liefert damit eine Obergrenze für den Unternehmenswert. Dieser Referenzpreis bildete daher die Markterwartung an SpaceX ab, lange bevor ein regulärer Aktienkurs existierte.

In den Wochen danach zeigte der Perp eine eigene Preisfindung. Der Kurs stieg kurzzeitig auf einen Höchststand von 216 USD, bevor er sich später im Bereich zwischen 166 und 185 USD einpendelte. Diese Spanne signalisierte folglich eine Markterwartung deutlich oberhalb des späteren IPO-Ausgabepreises von 135 USD. Gleichzeitig formierte sich auf den zentralisierten Börsen ein paralleles Angebot: Bybit, Binance und Bitget kündigten tokenisierte SpaceX-Aktien zur Zuteilung rund um den Börsengang an. Damit standen sich zwei Modelle gegenüber, der dezentrale Perpetual-Kontrakt auf der einen, die tokenisierten Aktienprodukte der zentralisierten Börsen auf der anderen Seite.

Am IPO-Tag versagten die zentralisierten Börsen

SpaceX debütierte im Juni 2026 unter dem Ticker SPCX an der Nasdaq. Mit einem Emissionserlös von 75 Mrd. USD aus dem Verkauf von 555.6 Mio. Aktien war es der grösste Börsengang der Geschichte, der Saudi Aramcos 30 Mrd. USD aus dem Jahr 2019 deutlich übertraf. Der Ausgabepreis lag bei 135 USD; die Aktie schloss den ersten Handelstag bei 160.95 USD und damit 19% höher. Schliesslich erreichte die implizierte Marktkapitalisierung nach Handelsschluss über 2 Bio. USD. Das Unternehmen erzielte zuletzt rund 19 Mrd. USD Jahresumsatz, schreibt aber noch keine Gewinne. An ebendiesem Tag wickelte der SPCX-Perp auf Hyperliquid sein Rekordvolumen von 1.4 Mrd. USD ab.

Auf den zentralisierten Börsen verlief der Tag jedoch chaotisch. Bybit, Binance und Bitget stornierten ihre angekündigten Zuteilungen tokenisierter SpaceX-Aktien und erstatteten die Zahlungen zurück. Als Grund nannten die Plattformen einen Lieferengpass: Sie konnten nicht genügend zugrundeliegende Aktien beschaffen, um die Token zu decken. Damit fiel jenes Modell aus, das wirtschaftliche Partizipation über hinterlegte echte Aktien verspricht. Tokenisierte Aktien bilden eine reale Aktie eins zu eins ab und setzen deshalb eine lückenlose Verwahrung der Basiswerte voraus.

Der dezentrale Perp lief hingegen ohne Unterbruch durch, da er keine physische Aktienhinterlegung benötigt. Statt einen Basiswert zu hinterlegen, bildet der Kontrakt den Preis synthetisch über Angebot und Nachfrage ab. Während die Produkte der zentralisierten Börsen ausfielen, übernahm der SPCX-Perp auf Hyperliquid die Nachfrage nach SpaceX-Exposure. Der $HYPE-Token reagierte unmittelbar und legte am Börsengang um rund 10% zu.

Aktienperps verdrängen Rohstoffe in der Verschiebung des HIP-3-Volumens

Innerhalb von HIP-3 hat sich der Volumen-Mix grundlegend verschoben. Aktien-gebundene Perps erzielten in der ersten Junihälfte 2026 über 18.8 Mrd. USD Volumen, während Rohöl-Kontrakte auf WTI und Brent kombiniert nur 7.66 Mrd. USD erreichten. Im ersten Quartal 2026 hatten Rohstoff-Perps das Volumen ursprünglich noch dominiert. Seit Ende Mai kippte das Verhältnis jedoch zugunsten der Aktien, ausgelöst durch steigende Volatilität im US-Aktienmarkt. Aktien-Perps machten damit mehr als das Doppelte des Rohöl-Volumens aus.

Diese Verschiebung etabliert HIP-3 zugleich als Handelsplatz für 24/7 US-Aktienexposure, also auch ausserhalb regulärer Börsenzeiten. Bislang war dieses Angebot vor allem CFD-Plattformen und zentralisierten Börsen vorbehalten. Der Höchststand des offenen Interesses über alle HIP-3-Märkte erreichte im Juni 2026 zudem 3.2 Mrd. USD, was die Tiefe dieser jungen Märkte unterstreicht.

Über die gesamte Laufzeit seit dem Start im Oktober 2025 summierte sich das HIP-3-Volumen schliesslich auf mehr als 275 Mrd. USD, mittlerweile sind über 140 aktive Handelspaare verfügbar. Wer einen eigenen Markt eröffnen will, erhält die ersten drei Märkte kostenlos, weitere werden über eine Dutch Auction vergeben. Die Wachstumskurve verläuft daher steil, getragen von einer wachsenden Zahl an Deployern und Asset-Klassen.

$HYPE-Buyback-Flywheel und der nächste Katalysator

Das Handelsvolumen aus HIP-3 übersetzt sich direkt in Kursdruck auf den $HYPE-Token. Die Gebühren eines HIP-3-Marktes teilen sich hälftig zwischen Deployer und Protokoll auf; bis zu 99% aller Protokollgebühren fliessen anschliessend in den sogenannten Assistance Fund, der $HYPE am freien Markt zurückkauft. Allein im ersten Quartal 2026 beliefen sich diese Rückkäufe auf 192.25 Mio. USD. Höhere Handelsaktivität speist daher unmittelbar die Nachfrage nach dem Token. Je mehr Volumen die Deployer über ihre Märkte ziehen, desto grösser fällt der Rückkaufdruck aus.

Diese Mechanik spiegelt sich ebenfalls in der Wertentwicklung wider. $HYPE notierte Anfang 2026 noch bei rund 21 USD und erreichte im Mai ein Hoch von 62.18 USD. Auf Jahressicht liegt der Token zudem rund 137% im Plus. Wer als Deployer einen HIP-3-Markt betreiben will, muss überdies mindestens 500'000 $HYPE (rund 25 Mio. USD) als Stake hinterlegen. Diese Eintrittsbarriere bindet zusätzliches Angebot und erzeugt weiteren Nachfragedruck auf den Token.

Als nächste mögliche Katalysatoren gelten die für 2026 vorbereiteten Börsengänge von Anthropic und OpenAI. Weitere hochkarätige IPOs würden das dezentrale Perp-Modell erneut als Massstab für frühen Handel testen. Der SpaceX-Börsengang lieferte dafür jedenfalls einen ersten Beleg im grossen Massstab.