Frankreichs Glücksspielaufsichtsbehörde, die Autorité Nationale des Jeux (ANJ), bestelltInternetdienstanbieter werden Polymarket am 16. Juli blockieren und den Prognosemarkt eher als illegale Glücksspielseite denn als Finanzhandelsplatz behandeln.
Die ANJ erklärte, dass frühere Beschränkungen es nicht geschafft hätten, französische Nutzer von der Plattform fernzuhalten. Polymarket verzeichnete im Juni laut von der Regulierungsbehörde zitierten Daten von Similarweb 578.751 Besuche von 205.057 einzigartigen Besuchern in Frankreich, trotz eines Verbot von Finanztransaktionen seit November 2024 in Kraft. Ein VPN reichte aus, um es zu umgehen.
Die Homepage blieb zugänglich, sodass Nutzer die Live-Märkte und Quoten einsehen konnten. Die ANJ erklärte, dass die Echtzeit-Quotenanzeige einen nicht autorisierten Glücksspielservice förderte.
"Die Startseite der Website, die dynamisch Echtzeitquoten für verschiedene wettbare Ereignisse anzeigt, dient somit als wichtiger Kanal zur Verbreitung und Förderung der Angebote von Polymarket, obwohl die Tätigkeiten der Website in Frankreich nicht genehmigt sind", schrieb die Aufsichtsbehörde. Geldstrafen können bis zu 100.000 Euro (114.380 US-Dollar) betragen.
Polymarket reagierte nicht umgehend auf eine Stellungnahme von CoinDesk.
Die ANJ verwies ebenfalls auf ein Beschwerde vom französischen Wetterdienst, Météo-France, über einen manipulierten Temperatursensor, der mit wetterbasierten Wetten in Verbindung steht, was die Cyberkriminalitätseinheit der Pariser Staatsanwaltschaft veranlasste, am 4. Mai eine Untersuchung einzuleiten.
Es verwies auch auf einen französischen Händler bekannt als "Fredi9999," , der die Wahlchancen in den USA mit Multimillionen-Dollar-Positionen für 2024 beeinflusste.
Die Haltung Frankreichs verhärtete sich im Februar 2026, als die ANJ Prognosemärkte als illegales Glücksspiel einstufte und dabei auf süchtig machende Mechanismen sowie das Fehlen von Einsatzlimits und Selbstsperre-Tools verwies.
Im vergangenen Jahr blockierte das Land 1.290 URLs im Zusammenhang mit Glücksspiel und schloss sich einer wachsenden Liste von Ländern an, die den Zugang zu Polymarket einschränken, das nun in mehr als 30 Rechtsordnungen verboten ist. Die Schweiz blockierte die Plattform im November 2024, gefolgt von Polen, Singapur und Belgien Anfang 2025. Portugal folgte im Januar 2026, und Spanien verhängte im Mai eine vorläufige Sperre im Hinblick auf eine Untersuchung. Brasilien, Argentinien, Indien und Indonesien haben ebenfalls gehandelt, ebenso wie Italien, Deutschland, Rumänien, Ungarn und Ukraine.