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Die philippinische Zentralbank erlässt strenge Vorschriften für VASPs und verbietet Privacy Coins

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  • Die BSP, die Zentralbank der Philippinen, hat strengere Bewertungskriterien für Anbieter von Dienstleistungen im Bereich virtueller Vermögenswerte (VASPs) eingeführt und gleichzeitig ein Verbot von Privacy Coins durchgesetzt.

Die Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP), die Zentralbank der Philippinen, hat kürzlich strengere Richtlinien für Anbieter von Dienstleistungen im Bereich virtueller Vermögenswerte (VASPs) festgelegt. Außerdem hat sie Privacy Coins ins Visier genommen.

Neue VASP-Richtlinien der philippinischen Zentralbank

Das Memorandum Nr. M-2026-023, das Anfang Juni von der stellvertretenden BSP-Gouverneurin Lyn Javier unterzeichnet wurde, besagt, dass die Zentralbank darauf abzielt, die VASPs mit ihrem Auftrag zur Gewährleistung des Verbraucherschutzes und der Finanzstabilität in Einklang zu bringen. Daher wurden darin die Punkte detailliert aufgeführt, die jedes Unternehmen, das im Bereich der digitalen Währungen tätig ist, einhalten muss.

Der aktualisierte Rahmen der BSP sieht eine strenge Bewertung von VASPs auf der Grundlage von sechs regulatorischen Säulen vor:

Glaubwürdigkeit und Legitimität: Emittenten müssen über nachprüfbare Adressen, Satzungen, Eigentumsverhältnisse und geprüfte Jahresabschlüsse verfügen. Außerdem müssen die wirtschaftlichen Eigentümer klar erkennbar sein, und es müssen Eignungs- und Zuverlässigkeitsprüfungen des Managements vorliegen.

Marktresilienz: Das Unternehmen muss seine Reife als Betreiber digitaler Währungen anhand von Kennzahlen wie historischen Daten, durchschnittlichen 30-Tage-Handelsvolumina, Marktkapitalisierung und der Anzahl der Token-Inhaber nachweisen. Außerdem sollte die Interoperabilität mit globalen Börsen nachgewiesen werden.

Anwendungsfälle: Token müssen klar definierte Ziele und ein Whitepaper haben. Ebenso sollten sie ihren Nutzen und die damit verbundenen Risiken darlegen.

Integrität: Projekte müssen über überprüfbare, transparente und sichere Strukturen verfügen. Dazu gehören die Rückverfolgbarkeit der Vermögenswerte durch Blockchain-Analyse-Tools, unabhängige Prüfungen von Smart Contracts, robuste Cybersicherheitsprotokolle und klare Konsens-Algorithmen.

Einlösung und Liquidität: Durch Vermögenswerte oder Fiat-Währungen gedeckte virtuelle Vermögenswerte, wie Stablecoins und andere tokenisierte reale Vermögenswerte (RWAs), müssen über nachprüfbare Reserven, verfügbare Liquiditätsanbieter, klare Auszahlungsrechte und stabile Mechanismen verfügen.

Compliance: Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Produkte und Dienstleistungen mit den geltenden Gesetzen, insbesondere den Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML), im Einklang stehen. Sie müssen über Mechanismen zur Streitbeilegung sowie klare Geschäftsbedingungen verfügen und ihren regulatorischen Status in anderen Rechtsordnungen offenlegen.

Bislang hat die BSP nur 11 VASPs die Genehmigung erteilt, auf den Philippinen Kryptohandel, -verwahrung und -umtausch zu betreiben. Binance gehört nach wie vor zu den Krypto-Giganten, denen es schwerfällt, sich im starren Regulierungsrahmen der Zentralbank zurechtzufinden.

Die Zentralbank erlaubt es VASPs, ihre eigenen internen Regeln für die Notierung von Token zu entwickeln, solange diese den regulatorischen Standards entsprechen.

Verbot von Privacy Coins

Coins.ph, die führende Kryptobörse der Philippinen, und andere lokale Plattformen für virtuelle Vermögenswerte haben sich vor allem von Privacy Coins ferngehalten, insbesondere von Zcash ($ZEC) und Monero ($XMR), da diese weltweit in verschiedenen Rechtsordnungen Gegenstand von Klagen und Razzien waren. Das Memo der BSP zieht jetzt eine klare Grenze gegenüber diesen Vermögenswerten.

Die Anordnung verbietet VASPs ausdrücklich, „Anonymität fördernde oder datenschutzorientierte virtuelle Vermögenswerte“ zu listen, zu bewerben oder zu unterstützen. Die Zentralbank hält die Beschränkungen für notwendig, um ihre Kontrollen zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und Terrorismusfinanzierung (CFT) zu verstärken.

Trotz umfangreicher staatlicher Maßnahmen gegen Privacy Coins hat sich der Sektor als widerstandsfähig erwiesen und ist weiter gewachsen. Derzeit ist das Marktkapitalisierung des Privacy-Token-Netzwerks auf 54,05 Milliarden US-Dollar angewachsen, angeführt von den nicht regulierten Coins $ZEC und $XMR mit einem Wert von 8,76 Milliarden bzw. 6,53 Milliarden US-Dollar.