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US-Gericht verurteilt französischen Staatsbürger im Fall von Krypto-Geldwäsche in Höhe von 470 Millionen Dollar zu acht Jahren Haft

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Ein US-Gericht verurteilte Maximilien de Hoop Cartier zu acht Jahren Haft, weil er dabei geholfen hatte, über eine nicht lizenzierte Krypto-Börse mehr als 470 Millionen Dollar zu waschen. Die Staatsanwaltschaft erklärte, das Netzwerk habe US-Banken, Briefkastenfirmen und Krypto-Konten genutzt, um kriminelle Erlöse ins Ausland zu transferieren. Die wichtigsten Punkte:

  • Die Behörden verurteilten einen französischen Staatsbürger zu acht Jahren Haft wegen des Betriebs einer Krypto-Geldwäscherei.
  • Ermittler gaben an, dass das Netzwerk mehr als 470 Millionen Dollar über Banken und Briefkastenfirmen transferiert habe.
  • Im Rahmen der laufenden Strafverfolgungsmaßnahmen zielen Einziehungsanordnungen auf Provisionen und Konten in Millionenhöhe ab.

US-Urteil beleuchtet Krypto-Geldwäscheschem mit 470 Millionen Dollar

Ein US-Gericht verurteilte am 28. April 2026 den französischen Staatsbürger Maximilien de Hoop Cartier wegen eines Krypto-Geldwäschernetzwerks zu acht Jahren Haft. Im Mittelpunkt des Verfahrens stand eine nicht lizenzierte Börse, die illegale Gelder über US-Banken, Briefkastenfirmen und Krypto-Konten transferierte. Den Behörden zufolge half Cartier dabei, mehr als 470 Millionen US-Dollar an kriminellen Erlösen zu waschen.

Cartier hatte sich im Oktober 2025 schuldig bekannt, ein nicht lizenziertes Geldtransfergeschäft betrieben und sich zur Begehung von Bankbetrug verschworen zu haben. Die Staatsanwaltschaft erklärte, er habe eine außerbörsliche Kryptowährungsbörse betrieben, die digitale Vermögenswerte für kriminelle Kunden in traditionelle Währungen umwandelte. „Maximilien de Hoop Cartier nutzte seine Kenntnisse der US-amerikanischen und internationalen Finanzsysteme, um Drogengeld und andere kriminelle Erlöse zu waschen“, sagte US-Staatsanwalt Jay Clayton und fügte hinzu:

„De Hoop Cartier schuf ein Netzwerk aus Briefkastenfirmen und Krypto-Konten, um kriminelle Erlöse zu waschen und zu verbergen. Er nutzte dieses Netzwerk, um Hunderte Millionen Dollar aus den Vereinigten Staaten an kriminelle Organisationen im Ausland weiterzuleiten und so deren fortgesetzte illegale Aktivitäten zu finanzieren.“

„Die Bekämpfung der Geldwäsche bekämpft Kriminalität im weiteren Sinne. Diese Haftstrafe in einem Bundesgefängnis sendet eine klare Botschaft, dass diejenigen, die kriminelle Erlöse waschen, mit schwerwiegenden Konsequenzen rechnen müssen“, merkte Clayton an. Der 58-jährige Cartier ist in Frankreich ansässig und argentinischer Staatsbürger. Die Staatsanwaltschaft erklärte, das Netzwerk habe Gelder über die Vereinigten Staaten nach Kolumbien und in andere Länder transferiert.

Briefkastenfirmen offenbaren Bankrisiken bei Krypto-Auszahlungen

Das Geldwäschesystem stützte sich auf Firmenkonten, die den tatsächlichen Zweck der Börse verschleierten. „Cartiers OTC-Kryptowährungsbörse bestand aus einem großen Netzwerk von in den USA ansässigen Scheinfirmen, die Cartier ausschließlich zu dem Zweck betrieb und kontrollierte, Kryptowährung in Hartwährung umzuwandeln“, heißt es in der Pressemitteilung des Justizministeriums. Den Behörden zufolge eröffnete Cartier mehr als ein Dutzend US-Bankkonten und gab die Unternehmen als Softwarefirmen an. Er nutzte zudem gefälschte Verträge, Rechnungen und andere Unterlagen, um die Gelder als legitim erscheinen zu lassen. Die Staatsanwaltschaft erklärte, dass Drogengelder in Kryptowährung eingingen, in Bargeld umgewandelt und dann über Konten von Briefkastenfirmen weitergeleitet wurden. Die Gelder wurden später durch andere Teile des Netzwerks geschleust, bevor sie im Ausland in lokaler Währung abgehoben wurden.

Das Urteil umfasste auch die Einziehung von 2.362.160,62 US-Dollar, die laut Staatsanwaltschaft Cartiers Provisionen aus der Umwandlung von Kryptowährung in Fiat-Währung darstellten. Das Gericht ordnete zudem die Einziehung bestimmter Bankkonten an, die mit seinen Briefkastenfirmen in Verbindung standen. Bei einer früheren Beschlagnahmung hatten die Behörden drei Konten gesperrt, nachdem etwa 937.000 US-Dollar an Erlösen aus dem Drogenhandel von einem verdeckten Ermittlerkonto auf diese Konten geflossen waren. Cartier gab später zu, dass er sein Geschäft gegenüber den Banken als Technologie-Software-Dienstleistungen und nicht als Krypto-Börse beschrieben hatte. Der Fall zeigt, wie nicht lizenzierte Krypto-Dienste genutzt werden können, um kriminelle Erlöse über gewöhnliche Bankkanäle zu transferieren und dabei deren Herkunft zu verschleiern.