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Trump-Memecoin: Knapp 1 Million Anleger verlieren 3,8 Milliarden Dollar

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Geht es nach einer Auflistung seines Einkommens, die Donald Trump dem US-Büro für Regierungsethik vorgelegt hat, beliefen sich die Einnahmen des US-Präsidenten 2025 auf rund 2,2 Milliarden Dollar. Allein 1,4 Milliarden Dollar stammten demnach aus Kryptogeschäften wie dem Launch des Trump-Memecoins.

Trump-Memecoin: Viele Anleger verlieren

An diesem verdiente Trump im vergangenen Jahr über 600 Millionen Dollar, obwohl der Wert der Kryptowährung bis Ende Juni 2026 um fast 98 Prozent auf 1,67 Dollar (Stand: 6. Juli 2026) eingebrochen ist. Das hat dafür gesorgt, dass Anleger:innen – anders als Trump – viel Geld verloren haben, wie die New York Times (NYT) unter Berufung auf die Krypto-Analysefirma Nansen schreibt.

Demnach sollen fast eine Million Käufer:innen des Trump-Memecoins Verluste im Wert von insgesamt 3,81 Milliarden Dollar gemacht haben – im Schnitt also 3.810 Dollar pro Person. Es gab aber nicht nur Verlierer:innen. Den Nansen-Daten zufolge sollen „nur“ zwei von drei Menschen, die in den Trump-Memecoin investiert hatten, Geld verloren haben.

Trump verdient bei sinkenden Kursen

Trump dagegen verdient laut NYT bei jedem Tausch eines Memecoins mit. Für den US-Präsidenten spielt es also kaum eine Rolle, ob der Wert des digitalen Coins steigt oder sinkt. Dafür, dass möglichst viele seiner Anhänger:innen in den Trump-Coin investierten, sorgte Trump auch, indem er über sein Truth-Social-Konto Werbung dafür machte.

Gestartet hatte Trump das für ihn lukrative Angebot im Januar 2025, wenige Tage vor seinem Amtsantritt. Am 19. Januar 2025 erreichte der Trump-Coin mit 75,35 Dollar seinen bisherigen Höchststand. Seitdem ging es kontinuierlich bergab.

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Drohen rechtliche Konsequenzen?

Der Krypto-Händler Nicholas Pinto gehört zu den Verlierer:innen. Laut NYT hatte der einstige Trump-Unterstützer Pinto rund 500.000 Dollar in den Trump-Coin gesteckt – und etwa die Hälfte davon verloren. Das Ganze grenze fast an „legalen Betrug“, so Pinto. Das Weiße Haus weist solche Vorwürfe zurück.

Stephen Gillers, Jura-Professor an der New York University, würde es aber nicht wundern, wenn Trump und seine Geschäftspartner:innen irgendwann mit einer Sammelklage von enttäuschten Anleger:innen konfrontiert würde. Trump scheine seine Anhänger:innen ermutigt zu haben, in den Memecoin zu investieren. Dabei habe er die Erwartung geschürt, dass sie Reichtum erwarten könnten – und das selbst noch als er seine eigenen Anteile verkauft habe, so Gillers zur NYT.

Allerdings hatte Trump die US-Börsenaufsicht SEC Anfang 2025 angewiesen, die Überwachung des Memecoin-Sektors einzustellen, wie Golem schreibt. Entsprechend sind kaum Konsequenzen für Anbieter:innen und Händler:innen zu befürchten.