- CZ sieht spekulatives Kapital aus der KI-Branche zurück zu Bitcoin fließen
- Laut River könnten Portfolios künftig 2 bis 4 Prozent in Bitcoin halten
- Studie beziffert langfristiges BTC-Kurspotenzial auf bis zu 840.000 US-Dollar
Binance-Gründer Changpeng Zhao (CZ) sieht erste Anzeichen dafür, dass spekulatives Kapital aus dem KI-Sektor zurück in den Krypto-Markt fließt und untermauert damit eine deutlich weiterreichende These: Laut dem Research-Unternehmen River könnte der Kurs von Bitcoin innerhalb der kommenden drei bis fünf Jahre auf bis zu 840.000 US-Dollar steigen, sollte sich die Kryptowährung in deutlich mehr Portfolios etablieren.
CZ: Kapital aus der KI-Branche kehrt zurück
"Hot Money" könnte wieder stärker in den Krypto-Markt zurückfließen, schreibt Binance-Gründer Zhao auf X. Gemeint ist damit kurzfristig orientiertes Kapital, das jeweils dem lautesten Marktnarrativ folgt, ein Teil davon war zuvor aus Bitcoin in den KI-Sektor abgewandert.
Some "hot money" flowing back from AI to crypto.
— CZ 🔶 BNB (@cz_binance) September 2, 2026
The money industry is not going away. You (and AI) will still need money.
"Etwas heißes Geld fließt aus der KI-Branche zurück in den Krypto-Markt. Die Finanzbranche verschwindet nicht. Auch du, und die KI, werdet weiterhin Geld brauchen." Zahlen und Belege dazu, wie groß der angesprochene Rückfluss bereits ist, liefert CZ nicht.
River sieht ein Kurspotenzial von bis zu 840.000 US-Dollar
Doch eine Studie von River zeigt, wohin sich der Bitcoin entwickeln würde, wenn das angesprochene "heiße Geld" in die Ur-Kryptowährung fließen würde. Für die Kursprognose kombiniert River zwei Annahmen: wie viel neues Kapital in den kommenden drei bis fünf Jahren in Bitcoin fließt und wie stark jeder investierte US-Dollar den Marktwert bewegt. Laut der Studie könnten künftig 20 bis 40 Prozent der Portfolios zwischen zwei und vier Prozent ihres Vermögens in Bitcoin investieren. Bei einem weltweiten Finanzvermögen von rund 333 Billionen US-Dollar ergäben sich daraus Nettozuflüsse zwischen 1,3 und 5,3 Billionen US-Dollar.
Multipliziert mit dem von River beobachteten Hebel von rund dem Dreifachen des Zuflusses auf den Marktwert, errechnet sich daraus eine Marktkapitalisierung von 5,5 bis 17,5 Billionen US-Dollar, umgerechnet rund 250.000 bis 840.000 US-Dollar je Bitcoin. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im September 2026 notierte Bitcoin laut River bei rund 80.000 US-Dollar, etwa 37 Prozent unter dem Rekordhoch vom Oktober 2025.
Historischer Rückblick zeigt Kompromiss aus Rendite und Risiko
Wie stark eine Bitcoin-Beimischung ein klassisches Portfolio verändert hätte, zeigt Rivers Rückrechnung der vergangenen zehn Jahre: Ein Depot aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen wuchs demnach auf ein Plus von 154 Prozent, bei einem maximalen Kursrückgang von 21,5 Prozent. Wurden die Anleihen teilweise durch eine Bitcoin-Quote von 10 Prozent ersetzt, stieg der Gewinn laut River auf 506 Prozent, während der größte Rückgang mit 27,4 Prozent nur moderat höher ausfiel. Mehr Rendite kam demnach zu einem vergleichsweise kleinen zusätzlichen Risiko.
Anlageberater besitzen bislang kaum Bitcoin
Der Nährboden für Rivers These liegt in der noch geringen Verbreitung. Weltweit besitzen laut der Studie rund vier Prozent der Menschen Bitcoin, bei professionellen Vermögensverwaltern ist die Kryptowährung zwar angekommen, spielt in den Portfolios aber noch kaum eine Rolle: Obwohl 29 der 30 größten registrierten US-Anlageberater laut River bereits Bitcoin halten, liegt ihre gesamte Bitcoin-Allokation bei lediglich 0,008 Prozent des verwalteten Vermögens. Gleichzeitig empfehlen mehrere große Wall Street-Häuser wie Morgan Stanley und JPMorgan ihren Kunden laut River Bitcoin-Quoten zwischen ein und sieben Prozent, und 16 der 25 größten US-Banken bauen laut der Studie bereits eigene Bitcoin-Produkte für ihre Kunden auf.
Wie belastbar die Rechnung ist, hängt an einer Bedingung: Anlageberater müssten ihre heute verschwindend geringe Bitcoin-Quote binnen weniger Jahre auf mehrere Prozent hochfahren. River selbst räumt ein, dass die Modellrechnung auf Annahmen beruht, die sowohl unter- als auch übertroffen werden können. Ob aus CZs "heißem Geld" mehr wird als ein kurzfristiger Rückfluss, dürfte sich an der nächsten Entwicklung der Bitcoin-Allokationen bei den großen US-Anlageberatern ablesen lassen.
coindesk.com
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