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Bitcoin vor nächstem Halving: Scaramucci bleibt optimistisch

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Ist die aktuelle Konsolidierung bei Bitcoin ein Boden oder nur eine Verschnaufpause vor weiteren Verlusten? Anthony Scaramucci, Gründer und CEO von SkyBridge Capital, erwartet nach Angaben aus einem CNBC-Interview, dass Bitcoin wieder über die Marke von 100.000 US-Dollar steigen wird. Als entscheidenden Auslöser nennt er den nächsten Halving-Zyklus, der das Angebot an neuen Coins verringern soll.

Aktuelle Kurslage

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte Bitcoin bei 69.603 US-Dollar, ein Plus von 8,80 Prozent binnen 24 Stunden. Ether lag bei 2.247 US-Dollar und damit 18,50 Prozent über dem Stand des Vortags. Der Krypto-Angst-und-Gier-Index zeigte 62 Punkte und damit Gier an, nachdem er am Vortag bei 46 Punkten gelegen hatte.

  • BTC: 69.603 US-Dollar (+8,80 Prozent in 24 Stunden)
  • ETH: 2.247 US-Dollar (+18,50 Prozent in 24 Stunden)
  • Fear & Greed Index: 62 Punkte (Gier), nach 46 Punkten am Vortag

Bitcoin hatte nach den US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran zunächst zugelegt und die globalen Aktienmärkte übertroffen. Mit zunehmender Dauer des Konflikts verlor der Kurs jedoch wieder an Schwung und fiel am 7. Juni unter das Niveau vor dem Konflikt. Nach einer diplomatischen Einigung zwischen den USA und dem Iran stabilisierte sich der Markt laut der vorliegenden Darstellung.

Drei strukturelle Faktoren

Scaramucci führt die Schwäche des Marktes nicht in erster Linie auf den Nahost-Konflikt zurück. Stattdessen nennt er drei strukturelle Faktoren: die Verlagerung von Rechenleistung durch Miner in KI-Anwendungen, Kapitalabflüsse aus digitalen Vermögenswerten in KI-Aktien sowie den vierjährigen Marktzyklus von Bitcoin.

Anthony Scaramucci, founder of SkyBridge Capital.

Nach seiner Einschätzung hat die Umleitung von Rechenleistung in Richtung KI die Hashrate beeinträchtigt und die Volatilität gedämpft. Zugleich sei Kapital in den KI-Sektor geflossen, da Anleger von den hohen Bewertungen in diesem Bereich profitieren wollten. Trotz dieses kurzfristigen Drucks bleibt Scaramucci mit Blick auf Bitcoin optimistisch und sieht die Bärenphase als Teil eines Vierjahreszyklus.

Halving als möglicher Auslöser

Im Mittelpunkt seiner Argumentation steht das nächste Halving. Dabei werden die Blockbelohnungen für Bitcoin-Miner reduziert, wodurch sich das Angebot neuer Coins verringert. Scaramucci geht davon aus, dass dieser Effekt den Kurs erneut über 100.000 US-Dollar treiben kann.

Scaramuccis Einschätzung steht neben einer weiteren positiven Prognose: Standard Chartered hatte laut einem Bericht im Juni ein Bitcoin-Ziel von 100.000 US-Dollar bis zum Jahresende genannt. Diese Erwartung ist jedoch ebenso wie Scaramuccis Prognose eine Markteinschätzung und keine Gewissheit über den künftigen Kursverlauf.

Kritik am Vierjahreszyklus

Nicht alle Marktbeobachter teilen die Annahme, dass der traditionelle Vierjahreszyklus weiterhin der wichtigste Treiber für Bitcoin bleibt. Kritiker argumentieren, dass institutionelle Faktoren wie Bitcoin-Spot-ETFs die historische Halving-Dynamik zunehmend verdrängt hätten. Nach dieser Sichtweise könnten Zuflüsse in solche Produkte künftig stärker über Kursbewegungen entscheiden als die Verringerung der Blockbelohnungen.

Damit stehen sich zwei Deutungen gegenüber: Scaramucci erwartet von einer erneuten Angebotsverknappung durch das Halving einen Aufwärtsimpuls. Kritiker des Zyklusmodells verweisen dagegen auf institutionelle Katalysatoren wie Spot-ETFs als möglichen maßgeblichen Faktor für künftige Marktbewegungen.

Fazit

Scaramucci hält an seiner Erwartung fest, dass Bitcoin wieder über 100.000 US-Dollar steigen kann. Seine Begründung stützt sich auf das nächste Halving und die damit verbundene Verringerung des Angebots. Gleichzeitig bleibt umstritten, ob der klassische Vierjahreszyklus weiterhin die entscheidende Rolle spielt oder ob institutionelle Einflüsse wie Bitcoin-Spot-ETFs die Kursentwicklung stärker prägen werden.