Der Bitcoin-Kurs ($BTC) ist vergleichsweise ruhig durch das Wochenende gekommen und konnte einen weiteren Rückgang verhindern. Zum Start in die neue Woche legt $BTC zudem wieder zu. Nach Einschätzung von Newsbit-Analyst Erik Juffermans eröffnet das Bitcoin kurzfristig Spielraum für einen neuen Anlauf auf 80.000 Dollar. Das übergeordnete Bild ist jedoch noch längst nicht überzeugend positiv.
Bitcoin-Kurs hat wieder Luft nach oben
Im Tageschart sieht Juffermans ein wichtiges positives Signal. Die Unterstützungszone um 77.000 Dollar hält vorerst. Käufer haben damit verhindert, dass der Bitcoin-Kurs weiter abrutscht.
$BTC notiert zwar weiterhin unter dem aufwärtsgerichteten Parallelkanal, der zuvor verloren ging. Nach Ansicht von Juffermans sind derzeit jedoch die horizontalen Kursmarken wichtiger als die diagonalen Begrenzungen dieses Kanals.
Eine Rückkehr in den Aufwärtskanal wäre dem Analysten zufolge ein zusätzliches positives Signal. Solange ein erneuter Rückgang ausbleibt, rückt daher wieder die Marke von 80.000 Dollar in den Blick.
Dort wartet zugleich der entscheidende Test. Die Zone um 80.000 Dollar bildet seit Wochen einen starken Widerstand. Frühere Versuche, sich klar darüber zu halten, scheiterten.
Kurzfristig sieht Juffermans dennoch ausreichend Spielraum für eine Rally in den kommenden Tagen. Ein Anstieg in Richtung 80.000 Dollar bleibt damit möglich. Zugleich warnt er, dass Anleger mit einer erneuten Zurückweisung rechnen müssen, sobald $BTC diesen Widerstand erreicht.
Ist der Bitcoin-Bärenmarkt vorbei?
Im Wochenchart zeigt sich Juffermans deutlich vorsichtiger. Der Optimismus nimmt zu, weil sich der Bitcoin-Kurs erneut in Richtung 80.000 Dollar bewegt. Aus seiner Sicht ist es jedoch zu früh, den Bärenmarkt endgültig für beendet zu erklären.
Andere bekannte Analysten rechnen sogar mit einem Rückgang unter 60.000 Dollar in den kommenden Wochen. Juffermans geht selbst nicht so weit, betont aber, dass Bitcoin weiterhin unter einem sehr starken Widerstand notiert.
Ein zentrales Problem sieht Juffermans darin, dass $BTC noch unter dem Hoch vom Mai liegt. Technisch betrachtet ist der übergeordnete Trend damit noch nicht überzeugend positiv. Ein erneuter Rückgang bleibt daher ein realistisches Szenario.
Sollte Bitcoin erneut an Boden verlieren, richtet Juffermans den Blick vor allem auf die Zone um 65.000 Dollar. Dort sieht er eine interessante Unterstützung.
Ein solcher Rücksetzer wäre vom aktuellen Niveau aus deutlich, müsste nach Einschätzung des Analysten aber nicht zwangsläufig negativ für die übergeordnete Kursstruktur sein. Eine kräftige Erholung ab 65.000 Dollar könnte vielmehr ein sogenanntes höheres Tief entstehen lassen. Dabei bildet Bitcoin einen höheren Boden als während des vorherigen größeren Rückgangs. Ein solches Muster kann die Grundlage für einen neuen positiven Trend schaffen.
Es gibt auch ein Szenario, in dem dieser Rücksetzer ganz ausbleibt. Dafür will Juffermans einen überzeugenden Ausbruch sehen, vergleichbar mit der starken Kursbewegung des vergangenen Monats. Das hieße aus seiner Sicht: ein Anstieg mit hohem Handelsvolumen in Richtung 90.000 Dollar. Solange diese Bestätigung fehlt, bleibt das Risiko eines erneuten Rückgangs bestehen.
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