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Warum Banken aufhören sollten, sich Sorgen zu machen, und lernen sollten, den Clarity Act zu schätzen

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Bereits heute könnte der US-Senat einen entscheidenden Schritt zur Festlegung der Spielregeln für die digitale Wirtschaft durch die Behandlung des Clarity Act unternehmen.

Das sollte es. Klarheit würde einen bundesweiten Rahmen für Krypto-Assets schaffen und die Aufsicht über Börsen, Broker, Emittenten und andere Vermittler klarstellen.

Die Bedeutung des Gesetzesentwurfs geht weit über den Kryptobereich hinaus. Richtig umgesetzt könnte er dazu beitragen, die Grundlage für ein innovativeres, inklusiveres und wettbewerbsfähigeres amerikanisches Finanzsystem zu legen.

Diese Aussicht hat Teile der Bankenbranche alarmiert.

Monate lang warnten die American Bankers Association und andere Bankenverbände davor, dass Clarity Krypto-Unternehmen einen unlauteren Wettbewerbsvorteil gegenüber Banken verschaffen könnte, indem es ihnen ermöglicht, Stablecoin-Nutzern Belohnungen anzubieten, die wie Zinsen auf Einlagen funktionieren. Banker argumentieren, dass Geld von Bankkonten in Stablecoins abfließen und die Einlagen verringern wird, die Banken zur Finanzierung von Hypotheken, landwirtschaftlichen Betrieben und kleinen Unternehmen verwenden.

Es ist eine dramatische Geschichte: Krypto floriert, Genossenschaftsbanken schrumpfen und die Main Street leidet unter Kreditmangel. Die Beweislage ist jedoch wesentlich nüchterner.

Der GENIUS Act verbietet Emittenten von Stablecoins bereits, den Inhabern direkt Zinsen oder Renditen zu zahlen. Die verbleibende Beschwerde betrifft Belohnungen, die über Börsen, Partner und andere Zwischenhändler angeboten werden. Mit der Verbreitung von Stablecoins könnten sie einige Einlagen verdrängen. Die Behauptung jedoch, sie würden das Fundament des amerikanischen Bankwesens bedrohen, lässt sich schwer mit den verfügbaren Beweisen in Einklang bringen.

Der Wirtschaftsrat des Weißen Hauses schätzte, dass ein Verbot der Renditen von Stablecoins unter den Basisszenarien die aggregierten Bankkredite nur um 0,02 % erhöhen würde. Für Gemeindebanken wurde ein Anstieg von 0,026 % geschätzt. Andere empirische Untersuchungen ergaben keine wesentlichen Auswirkungen der Stablecoin-Adoption auf die Einlagen von Gemeindebanken.

Es gibt berechtigte Fragen darüber, wie ein deutlich größerer Stablecoin-Markt die Bankenfinanzierung und die finanzielle Stabilität beeinflussen könnte. Die politischen Entscheidungsträger sollten diese ernst nehmen. Die Regulierung sollte diese jedoch verhältnismäßig adressieren und nicht etablierte Akteure vor Wettbewerb schützen.

Deshalb ist die politische Debatte rund um Clarity besonders bemerkenswert. Progressive, die jahrelang große Finanzinstitute, die als „too big to fail“ gelten, angegriffen haben, verteidigen nun deren Wettbewerbsvorteile. Gleichzeitig zeigen sich Republikaner, die traditionell offene Märkte befürworten, nun offen dafür, den Markteintritt von Krypto-Unternehmen einzuschränken, weil diese womöglich zu effektiv mit Banken konkurrieren könnten.

Hinweis: Die in dieser Kolumne geäußerten Ansichten sind die des Autors und spiegeln nicht unbedingt die von CoinDesk, Inc. oder deren Eigentümern und Partnern wider.

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