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Binance-Gründer CZ unterstützt Krypto-Lizenz-Passporting in der ASEAN

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  • Der ehemalige Binance-CEO CZ hat sich bei seiner Rückkehr auf die Philippinen für den Vorschlag zur Vereinfachung der Lizenz-Passporting-Regeln in der ASEAN ausgesprochen.
  • Im Gegensatz zu MiCA wird sich das vorgeschlagene ASEAN-Pass-System an die fragmentierte geopolitische Struktur der südostasiatischen Mitgliedstaaten anpassen.

Binance erlitt einen Rückschlag, als es sich aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) zurückzog, weil es sich nicht an die vollständige Umsetzung der Markets in Crypto Assets (MiCA) anpassen konnte. Das Unternehmen hat seinen Fokus jedoch deutlich auf die Region der Vereinigung südostasiatischer Staaten (ASEAN) verlagert, mit den Philippinen als Ausgangspunkt.

Nach seinem Besuch auf den Philippinen im letzten Monat kehrte der ehemalige Binance-CEO Changpeng „CZ“ Zhao nach Manila zurück, um am jährlichen ASEAN Tech Summit teilzunehmen. Die von der FinTech Alliance PH organisierte Veranstaltung war sein erster öffentlicher Auftritt in dem südostasiatischen Land.

CZ unterstützt das ASEAN-Passporting-Rahmenwerk für Krypto-Plattformen

In einem Kamingespräch mit Lito Villanueva, dem Gründungsvorsitzenden der FinTech Alliance PH, sprach sich CZ für die Idee aus, ein regulatorisches Passporting oder eine Lizenzübertragbarkeit innerhalb der ASEAN einzuführen. Anstatt das MiCA-Regime einfach zu kopieren, wird es an die einzigartige geopolitische Struktur des südostasiatischen zwischenstaatlichen Forums mit seinen 11 Mitgliedstaaten angepasst.

Die ASEAN umfasst 11 Mitgliedsländer. Dazu gehören Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Thailand, Timor-Leste und Vietnam.

Vier davon waren 2025 unter den Top 20 des Index für die Akzeptanz von Kryptowährungen von Chainalysis gelistet, was den strategischen Vorteil der Region in der globalen Kryptoökonomie verdeutlicht. Vietnam belegte Platz 4, Indonesien Platz 7, die Philippinen Platz 9 und Thailand Platz 17.

Im Gegensatz zu MiCA, das die Beantragung, Genehmigung und Lizenzierung von Krypto-Asset-Dienstleistern (CASPs) für alle teilnehmenden Länder im EWR vereinheitlicht, würde das ASEAN-Passporting-Konzept auf einem zwischenstaatlichen Konsens beruhen. Damit wären für die Umsetzung weiterhin individuelle bilaterale oder multilaterale Abkommen zwischen den Mitgliedern erforderlich.

Marktteilnehmer müssen sich zudem mit den unterschiedlichen lokalen Gesetzen und Mindestreserveanforderungen der einzelnen Mitgliedstaaten auseinandersetzen.

Ein einziger Antrag auf Vollzulassung für alle Mitgliedsländer

CZ setzte sich für ein Modell ein, das es CASPs ermöglichen würde, im Rahmen eines regionalen Zulassungssystems einen einzigen Antrag auf Vollzulassung einzureichen. Die Prüfung und Genehmigung dieser Anträge läge dabei weiterhin im Ermessen der einzelnen Länder.

Dennoch glaubt CZ, dass es den Markteintritt von mehr regulierungskonformen Krypto-Plattformen in der Region erheblich fördern würde, wenn Antragsteller diese Aufgabe nicht mehr in jedem Staat von Grund auf neu erledigen müssten. Das würde zu einem gesünderen Wettbewerb in der Region führen, und die Verbraucher würden von besseren Dienstleistungen und niedrigeren Kosten profitieren.