Auf der Handelsplattform Bitstamp wurden für einen Bitcoin 76.855 US-Dollar gezahlt. Das waren 0,50 Prozent weniger als am Vortag. Zuvor war der Bitcoin auf ein Wochentief von 76.452 Dollar gefallen.
Er knüpfte an seine Vortagsverluste an. Am Montag hatte er noch mehr als 80.000 Dollar gekostet. Vor allem die Erwartungen an Leitzinserhöhungen der US-Notenbank Fed belasten den Bitcoin. Höhere Zinsen würden den Bitcoin weniger attraktiv machen, da er keine Zinsen abwirft.
Die US-Notenbank wird am Mittwoch ihre Zinsentscheidung veröffentlichen. Die im August deutlich gestiegenen Erzeugerpreise und die stark steigenden Energiepreise sprechen tendenziell für eine Leitzinsanhebung durch die Fed. Die durch die Zuspitzung der Lage im Nahen Osten an den vergangenen Tagen sehr stark gestiegenen Energiepreise schüren Inflationsgefahren.
Der Markt ist immer noch gespalten und preist eine Chance für eine Zinserhöhung zu knapp 70 Prozent ein. Die am Nachmittag anstehenden US-Inflationszahlen könnten hier eine entscheidende Rolle spielen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Vortag ihre Leitzinsen angehoben.
"Insbesondere die Sorge vor geldpolitischen Enttäuschungen geht zulasten des Risikoappetits", schrieb Timo Emden, Chefmarktanalyst bei Captrader. "Größere Verluste dürften durch die Hoffnung auf nachhaltigen politischen Rückenwind aus Washington vor den US-Zwischenwahlen gedeckelt werden." Die Hoffnung auf weniger Regulierung durch die US-Regierung hatte den Bitcoin in der vergangenen Woche noch beflügelt.
Der Bitcoin liegt weiter deutlich unter seinem Jahreshoch. Dieses hatte er im Januar bei knapp 98.000 Dollar erreicht. Im Herbst 2025 war er auf ein Rekordhoch von gut 126.000 Dollar gestiegen.
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