Intesa Sanpaolo, Italiens größte Bank, hat in ihrem US-Portfolio eine bemerkenswerte Kehrtwende vollzogen. Die Bank baute eine Beteiligung von 966,42 Millionen Dollar an SpaceX auf, während sie ihre Position in BlackRocks Bitcoin-ETF nahezu vollständig reduzierte.
Damit verlagert Intesa ihr Engagement von einer direkten Position in Bitcoin (BTC) hin zu einem indirekteren Weg über klassische Aktien. Denn SpaceX hält selbst ebenfalls Bitcoin.
SpaceX wird größte US-Position
Aus der jüngsten SEC-Mitteilung geht hervor, dass Intesa 5,66 Millionen SpaceX-Aktien gekauft hat.
Damit wurde SpaceX auf einen Schlag zur größten Position im US-Portfolio der Bank. Die Beteiligung entspricht rund 33 Prozent der US-börsennotierten Vermögenswerte im Umfang von 2,92 Milliarden Dollar, die Intesa hält.
Das ist eine deutliche Positionierung. SpaceX ging am 12. Juni an die Börse und verzeichnete seither einen volatilen Kursverlauf. Die Aktie stieg kurz nach dem Börsengang auf über 225 Dollar, fiel Anfang August jedoch auf ein Tief von 108,27 Dollar.
Dennoch steigen große institutionelle Investoren ein. Auch die Harvard Management Company meldete eine Beteiligung von 2,2 Milliarden Dollar an SpaceX, womit sie zur größten einzelnen Aktienposition von Harvard wurde. Die University of California soll zudem eine Beteiligung von fast 1 Milliarde Dollar aufgebaut haben.
$SPCX – HARVARD BETS $2.2B ON SPACEX
— *Walter Bloomberg (@DeItaone) August 17, 2026
Harvard Management disclosed a $2.2B stake in SpaceX (SPCX), making it over 50% of its $4.26B disclosed U.S. equity portfolio.
The position includes roughly 12.94M shares, making SpaceX Harvard’s largest reported U.S. holding.
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Bitcoin-ETF nahezu vollständig abgebaut
Gleichzeitig zog sich Intesa deutlich aus BlackRocks iShares Bitcoin Trust zurück. Die Bank senkte ihre Position um 94 Prozent, von 646.809 Anteilen auf 40.723 Anteile. Die verbliebene Position war Ende Juni nur noch 1,36 Millionen Dollar wert.
Auch die Call-Optionen auf IBIT wurden nahezu vollständig abgebaut. Stattdessen kaufte Intesa eine Put-Option auf 500.000 Anteile. Eine solche Option gewinnt an Wert, wenn der Bitcoin-ETF weiter fällt. Das deutet darauf hin, dass sich die Bank zumindest teilweise gegen einen weiteren Rückgang von Bitcoin absichern wollte.
Auffällig ist allerdings, dass Intesa weiterhin 3,47 Millionen Anteile am ARKB-ETF hielt.
Indirektes Bitcoin-Engagement bleibt bestehen
Ganz aus Bitcoin ist Intesa damit nicht ausgestiegen. SpaceX hält 18.712 Bitcoin in der Bilanz. Durch den Kauf von SpaceX-Aktien erhält Intesa daher weiterhin ein indirektes Bitcoin-Engagement, allerdings eingebettet in ein breiteres Wachstumsthema rund um Raumfahrt, Satelliten und Technologie.
Dieser Unterschied ist wesentlich. Ein Bitcoin-ETF bietet direktes Engagement im Bitcoin-Kurs. SpaceX steht für ein Unternehmen, das ebenfalls Bitcoin hält, dessen Wert aber vor allem von Umsatzwachstum, Raumfahrtaktivitäten und dem Vertrauen der Investoren in Elon Musk bestimmt wird.