Cardano ($ADA) zählte einst zu den größten Kryptowährungen der Welt. Inzwischen hat der Coin jedoch eine schmerzhafte Marke erreicht. Seit mehr als fünf Jahren liegt das Rekordhoch von $ADA zurück, ein neuer Höchststand ist vorerst nicht in Sicht.
$ADA mehr als 90 Prozent unter Rekordhoch
Anfang September 2021 stieg Cardano auf ein Rekordhoch von rund 3,10 Dollar. Der Kursanstieg erfolgte kurz vor dem Alonzo-Upgrade, mit dem Smart Contracts auf das Netzwerk kamen.
Die Erwartungen waren damals hoch. Cardano stieg zeitweise sogar zur drittgrößten Kryptowährung der Welt auf; nur Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) lagen davor. Die Marktkapitalisierung lag damals bei mehr als 90 Milliarden Dollar.
Fünf Jahre später zeigt sich ein völlig anderes Bild. $ADA notiert derzeit bei rund 0,21 Dollar und liegt damit mehr als 93 Prozent unter dem historischen Hoch. Die Marktkapitalisierung ist auf etwa 7,7 Milliarden Dollar gefallen.
Vom aktuellen Niveau aus müsste der Cardano-Kurs um etwa 1.400 Prozent zulegen, um die Marke von 3,10 Dollar wieder zu erreichen.
Warum Cardano zurückbleibt
Ein wesentlicher Grund für die schwache Entwicklung ist, dass Cardano deutlich weniger genutzt wurde als ursprünglich erwartet. Zwar unterstützt Cardano seit 2021 Smart Contracts, doch das Ökosystem blieb deutlich kleiner als bei der Konkurrenz.
Nach Zahlen von DefiLlama sind derzeit rund 55 Millionen Dollar in DeFi-Protokollen auf Cardano gebunden. Auch die Handelsaktivität auf dezentralen Handelsplattformen bleibt vergleichsweise gering.
Das ist relevant, weil Blockchains um Nutzer, Entwickler und Kapital konkurrieren. Netzwerke wie Ethereum und Solana ($SOL) haben in den vergangenen Jahren deutlich mehr Aktivität angezogen.
Auf dem Netzwerk von Solana ($SOL) sind beispielsweise mehr als 5 Milliarden Dollar in DeFi-Protokollen gebunden. Wie Cardano ist Solana eine Layer-1-Blockchain mit Smart Contracts. Das Handelsvolumen an Solanas dezentralen Börsen beträgt pro Tag etwa 1,1 Milliarden Dollar. Das ist mehr als der gesamte Betrag, der in DeFi-Protokollen auf Cardano gebunden ist.
Die Cardano-Organisation EMURGO hatte bereits eingeräumt, dass begrenzte Liquidität, niedrige Handelsvolumina und ein vergleichsweise kleines DeFi-Ökosystem Hürden für weiteres Wachstum darstellen.
Cardano treibt die Entwicklung voran
Dennoch ist die Entwicklung von Cardano nicht stehen geblieben. Das Netzwerk hat in den vergangenen Jahren mehrere große Upgrades umgesetzt und die Governance weiter dezentralisiert.
Zudem wird an Ouroboros Leios gearbeitet. Die Technologie soll dafür sorgen, dass Cardano deutlich mehr Transaktionen verarbeiten kann, ohne Abstriche bei der Dezentralisierung zu machen.
Im vergangenen Juni ging das zugehörige Testnet Musashi Dojo live. Der Start im Mainnet ist für Ende dieses Jahres geplant.
coindesk.com