Die Hardware-Wallet-Hersteller Trezor und BitBox warnten Nutzer vor Phishing-E-Mails, die sich nach mutmaßlichen Kompromittierungen von E-Mail-Diensten Dritter als dringende Sicherheitsmitteilungen tarnten.
Am Mittwoch erklärte Trezor, sein E-Mail-Anbieter sei angegriffen worden, und warnte, dass eine Nachricht mit dem Titel „Kritische Sicherheitswarnung: STM32-Entropie-Schwachstelle“ betrügerisch sei. Das Unternehmen forderte die Empfänger auf, keine Links anzuklicken.
Am selben Tag warnte BitBox die Nutzer vor einer Phishing-E-Mail, die vorgab, von dem Unternehmen zu stammen. Das Unternehmen erklärte, seine vorläufige Prüfung deute darauf hin, dass sein Newsletter-Anbieter wahrscheinlich kompromittiert worden sei. Zudem fügte es hinzu, dass mehrere Bitcoin-Unternehmen offenbar über einen gemeinsamen Anbieter ins Visier genommen worden seien.
Die Warnungen folgen auf mehrere jüngste Sicherheitsvorfälle im Bereich der Hardware-Wallets. Am 13. August legte ein Angriff auf den Versanddienstleister ShipMonk von Trezor Daten von fast 14.000 Kunden offen. Am 4. September teilte Trezor mit, dass weitere 67.000 US-Kunden betroffen waren.
Im Juli erklärte BitBox, seine Geräte seien von einer Schwachstelle bei der Erzeugung von Zufallszahlen von Coldcard nicht betroffen. Im August veröffentlichte das Unternehmen ein Update, das zwei schwerwiegende Firmware-Schwachstellen behebt; es wurden keine bekannten Ausnutzungen oder gestohlenen Gelder gemeldet.
Cointelegraph wandte sich für weitere Informationen an Trezor und BitBox, erhielt jedoch vor der Veröffentlichung keine Antworten.
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