Die britischen Sanktionen gegen $HTX und Huobi Global S.A. haben Kritik des Blockchain-Ermittlers ZachXBT hervorgerufen, der sagt, dass sie die Kontrollen der Krypto-Compliance erschweren.
In Beiträgen auf X erklärte ZachXBT, dass die Sanktionen zu einer umfassenderen „Adressverunreinigung“ bei Transaktionen im Zusammenhang mit $HTX geführt hätten, was es für Compliance-Tools erschwert, legitime Aktivitäten von potenziell illegalen Flows zu trennen und die Wahrscheinlichkeit von Fehlalarmen erhöht.
Recent UK crypto sanctions seem to be a bit of an overreach.
— ZachXBT (@zachxbt) June 8, 2026
Wonder if it will ever get to the point where it’s ignored because $HTX address tainting onchain has been catastrophic.
In the past sanctions were done and those crypto businesses typically had a high % of illicit…
Er fügte hinzu, dass sich frühere Sanktionen oft auf Plattformen konzentrierten, die mit höheren Niveaus krimineller Aktivitäten verbunden sind, während $HTX eine große Einzelhandelsnutzerbasis in Asien hat. Er sagte, der derzeitige Ansatz könnte daher auch mehr gewöhnliche Nutzer zusammen mit risikoreicheren Aktivitäten betreffen.
ZachXBT-Fragen zur Genauigkeit der Einhaltung
In seinem Beitrag erklärte ZachXBT: „Die jüngsten britischen Krypto-Sanktionen scheinen etwas übertrieben zu sein.“ Er fügte hinzu, dass $HTX-bezogene Adressbeeinträchtigung für Blockchain-Untersuchungen „katastrophal“ geworden sei.
ZachXBT erklärte außerdem, dass Sanktionsexposition zu einem weniger zuverlässigen Risikosignal für Compliance-Systeme wird. Er argumentierte, dass es für Instrumente zunehmend schwierig wird, zwischen Transaktionen zu unterscheiden, die vor und nach Einführung der Sanktionen stattgefunden haben.
Er fügte hinzu, dass infolgedessen einige Ermittler möglicherweise weniger Wert auf sanktionsbezogene Bezeichnungen bei der Risikobewertung legen. Er sagte, dies könnte deren Nützlichkeit als Werkzeug zur Nachverfolgung potenziell illegaler Aktivitäten verringern.
ZachXBT kritisierte außerdem die britischen Behörden dafür, dass sie angeblich größere Bedrohungen übersehen hätten. Er erklärte: „Inzwischen habe ich einen legitimen Geldwäschefall von 1,25 Milliarden Dollar durch einen illegalen Akteur, den das Vereinigte Königreich komplett nicht aufdecken konnte.“
Branchenstimmen äußern ähnliche Bedenken
Die Debatte verschärfte sich, nachdem der Krypto-Swap-Dienst FixedFloat seine Compliance-Regeln aktualisierte und warnte, dass Mittel, die mit $HTX verknüpft sind, zusätzlichen Verifikationsprüfungen unterliegen würden.
Mehrere Branchenvertreter haben seitdem die Auswirkungen der britischen Krypto-Sanktionen auf Compliance-Systeme kritisiert. Entwickler Riccardo Spagni sagte auf X, dass „britische Vorschriften im Allgemeinen völlig fehl am Platz und fehlgeleitet erscheinen“, während der On-Chain-Analyst Specter sagte, dass Screening-Tools oft alle $HTX-bezogenen Transaktionen gleich behandeln, was das Risiko erhöht, dass legitime Nutzer mit Einschränkungen konfrontiert sind.
The sanctions have caused significant collateral damage.
— Specter (@SpecterAnalyst) June 8, 2026
$HTX is one of the most widely used exchanges in Asia, a region with an enormous user base. As a result, many services are under pressure to comply with sanctions to avoid regulatory scrutiny or being cut off from certain…
Auch der Sicherheitsforscher Tay äußerte Bedenken und argumentierte, dass die Sanktionen die Bemühungen zur Nachverfolgung gestohlener Gelder untergraben könnten und gewöhnliche Nutzer stärker betreffen könnten als die vorgesehenen Ziele.
Umfassendere Debatte über Krypto-Überwachung
Die Sanktionsausteilung und die Einhaltung gehen auch über $HTX hinaus, wobei ZachXBT Börsen, Regulierungsbehörden und Compliance-Unternehmen oft wegen ihrer langsamen Reaktion und inkonsistenten Durchsetzung scharf kritisiert.
Die Diskussion zeigt die aktuellen Schwierigkeiten innerhalb der Kryptowährung bezüglich des angemessenen Maßes an Kontrolle. Während die Regulierungsbehörden eine engere Aufsicht über Transaktionen fordern, argumentieren einige Ermittler sowie Datenschutzaktivisten, dass durch die Durchsetzung zu viel Lärm entstehen könnte.