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Nordkorea weist Krypto-Hack-Vorwürfe zurück und warnt vor Gegenmaßnahmen

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Nordkorea wies die Vorwürfe der Vereinigten Staaten zurück, dass es hinter der globalen Cyberkriminalität und dem Diebstahl von Kryptowährungen stecke. Das Land bezeichnete die Behauptungen als „absurde Verleumdung“ und erklärte, sie seien dazu da, das Image zu schädigen.

Eine Erklärung des Außenministeriums hieß laut Berichten, dass Washington eine Erzählung über eine „nicht existierende Cyberbedrohung“ verbreitet. Das Ministerium warf den USA vor, mit Medien und Institutionen zu koordinieren, um ein falsches Bild von Nordkoreas Rolle bei globalen Hackerangriffen zu schaffen.

Pjöngjang sagte, Cyber-Themen würden als politisches Instrument genutzt, um in seine Souveränität und inneren Angelegenheiten einzugreifen. Sie warnte, dass sie notwendige Schritte unternehmen werde, um ihre nationalen Interessen zu verteidigen.

US-Vorwürfe und Durchsetzungsmaßnahmen

US-Beamte haben Nordkorea wiederholt mit groß angelegten Cyberoperationen in Verbindung gebracht. Dazu gehören Hacking-Kampagnen, Kryptowährungsdiebstahl und Netzwerke von IT-Mitarbeitern im Ausland, die im Rahmen von Sanktionen Einnahmen generieren.

Im April verurteilte das US-Justizministerium zwei Amerikaner dafür, dass sie Nordkoreanern geholfen hatten, Remote-IT-Jobs bei mehr als 100 Unternehmen zu bekommen, darunter Fortune-500-Firmen und ein Rüstungsauftragnehmer. Die Behörden erklärten, das System habe nordkoreanische Arbeiter in Unternehmenssystemen untergebracht und Millionen illegaler Einnahmen generiert.

Sanktionen richteten sich auch gegen Einzelpersonen und Einrichtungen, die mit diesen Operationen verbunden sind. US-Behörden behaupten, diese Netzwerke funktionieren weiterhin und stellen eine Bedrohung für globale Unternehmen und Infrastruktur dar.

Laut TRM Labs haben nordkoreanahe Cyberangriffe seit 2017 Kryptowährungen im Wert von über 6 Milliarden Dollar gestohlen. Es wird angenommen, dass die Mittel die Nuklear- und Raketenentwicklungsprogramme unterstützen.

Jüngste Hacks lösen neue Spannungen aus

Die Spannungen eskalierten, nachdem Berichte nordkoreanische Gruppen mit jüngsten Krypto-Exploits in Verbindung brachten. Der Angriff im April auf die DeFi-Plattform KelpDAO, an dem über 290 Millionen Dollar beteiligt waren, wird als größter Krypto-Diebstahl des Jahres untersucht.

Der Angriff soll eine ausgeklügelte Infrastruktur-Exploit genutzt haben, um Mittel zu entziehen. Frühe Verdächtigungen deuten auf die Lazarus-Gruppe und ihre Untergruppe TraderTraitor hin, die beide weitgehend mit nordkoreanischer Cyberaktivität in Verbindung gebracht werden.

Separate Berichte brachten nordkoreanische Akteure außerdem mit einem Diebstahl im Wert von 289,7 Millionen Dollar aus dem Drift Protocol zu Beginn desselben Zeitraums in Verbindung. Diese Vorfälle tragen zu einer langen Geschichte von hochkarätigen Cyberangriffen hinzu, die mit dem Land verbunden sind.

Nordkorea bestritt jegliche Beteiligung und erklärte, die Anschuldigungen seien politisch motivierte Erfindungen.

Cyberprogramm und globale Reaktion

Washington behauptet, Nordkorea habe ein Cyberkriegsprogramm aufgebaut, das als wichtige Quelle für Fremdwährung dient. Das Programm reicht mindestens bis Mitte der 1990er Jahre zurück und wird von Cybersicherheitsfirmen als eines der aktivsten der Welt beschrieben.

US-Behörden und Analysten sagen, dass Hackergruppen, die mit Pjöngjang in Verbindung stehen, weiterhin Softwaresysteme, Finanzplattformen und globale Unternehmen ins Visier nehmen. Google-Analysten haben kürzlich den Verdacht auf nordkoreanische Beteiligung an Angriffen auf weit verbreitete Softwarepakete hingewiesen .

Trotzdem behauptet Nordkorea, die USA verzerren Fakten, um ihre feindliche Politik zu rechtfertigen. Das Außenministerium erklärte, es werde das, was es als eskalierende Konfrontation im Cyberspace bezeichnete, nicht tolerieren und werde „alle notwendigen Maßnahmen“ ergreifen.