de

Bitcoin-Rekordmengen verkauft – Miner im “Survival Mode”

image
rubric logo Mining
like 4

Der Verkaufsdruck börsennotierter Bitcoin-Miner hat sich deutlich verschärft. Im ersten Quartal 2026 haben große Mining-Unternehmen wie MARA, Riot, CleanSpark, Core Scientific oder Bitdeer zusammen mehr als 32.000 Bitcoin verkauft. Damit wurden bereits die Verkäufe des gesamten Jahres 2025 überstiegen, wie aus Daten von TheMinerMag hervorgeht.

Im “Überlebensmodus”

Die Entwicklung markiert einen neuen Höchststand und liegt auch über den rund 20.000 Bitcoin, die Miner während des Marktsturzes nach dem Terra-Luna-Crash im zweiten Quartal 2022 veräußerten. Laut Analyse befinden sich viele Unternehmen derzeit im “Überlebensmodus”, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätten sich spürbar verschlechtert.

Public Bitcoin Miners Sell 32K $BTC in Q1, Surpassing Full-Year 2025 Total

Publicly listed Bitcoin miners sold over 32k $BTC in Q1 2026, surpassing total sales for all of 2025 and setting a new quarterly record, including companies such as MARA, CleanSpark, Riot, Cango, Core… pic.twitter.com/gaTaQ1mlN2

— Wu Blockchain (@WuBlockchain) April 17, 2026

Ein zentraler Faktor ist der sogenannte Hashprice, also der erwartete Ertrag pro Recheneinheit. Dieser liegt aktuell bei rund 33 US-Dollar pro Petahash pro Sekunde und Tag und damit unterhalb der Schwelle, bei der viele Betreiber profitabel arbeiten können. Besonders ältere Anlagen geraten unter Druck. Etwa 20 Prozent der Branche arbeiten derzeit nicht kostendeckend.

“Nicht die Absicht zu verkaufen”

Die Analyse beschreibt eine zunehmende Spaltung innerhalb des Sektors. Während einige Miner gezwungen sind, ihre Bestände zur Finanzierung laufender Kosten zu verkaufen, setzen andere weiterhin auf den Aufbau von Reserven.

“Der Verkauf von Bitcoin bleibt der schnellste Weg, Liquidität zu sichern”, heißt es. Gleichzeitig verfolgen einzelne Unternehmen bewusst eine Gegenstrategie. So erklärte ABTC-Präsident Matt Prusak: “Wir haben derzeit nicht die Absicht zu verkaufen, wir akkumulieren”.