Hyperliquid ist nun auch im Markt für Event Contracts sichtbar. Der neue HIP-4-Kontrakt startete mit einem ersten Handelstag, der für Aufmerksamkeit reicht, aber auch die Größenverhältnisse im Sektor zeigt.
HIP-4 startet mit kleiner, aber messbarer Aktivität
Der HIP-4 Event Contract erreichte am ersten Tag ein notionales Volumen von 6,05 Millionen Kontrakten. Umgerechnet liegt der Wert damit bei mehr als 6 Millionen, abhängig von der genauen Kontraktstruktur. Laut Daten von DataDashboards entsprach das etwa 0,7 Prozent des gesamten Prediction-Market-Volumens an diesem Tag.
Der Einstieg ist damit noch weit entfernt von den führenden Plattformen. Kalshi kam am selben Tag auf rund 546 Millionen Kontrakte, Polymarket auf etwa 190 Millionen. Limitless lag bei rund 68 Millionen, Crypto.com bei 28 Millionen und Opinion bei knapp 26 Millionen.
Für Hyperliquid ist der Start trotzdem nicht belanglos. Die Plattform kommt aus dem Perpetuals- und Onchain-Trading-Umfeld und bringt eine aktive Nutzerbasis mit. Event Contracts sind aber ein anderer Markt. Hier geht es nicht nur um Liquidität und Hebel, sondern um Ereignisdefinitionen, Settlement-Regeln und Vertrauen in die Auflösung.
Prediction Markets werden breiter verteilt
Der Markt für Prognose- und Ereigniskontrakte wächst sichtbar, bleibt aber konzentriert. Kalshi und Polymarket dominieren weiter das tägliche Volumen. Neue Anbieter müssen nicht nur Trader anziehen, sondern auch glaubwürdige Märkte, klare Regeln und ausreichende Tiefe im Orderbuch liefern.
Hyperliquids Anteil von 0,7 Prozent ist daher eher ein Startpunkt als ein Durchbruch. Entscheidend wird, ob HIP-4 wiederkehrende Nutzung erzeugt oder nur durch den Launch-Effekt getragen wurde.
Für den Sektor ist die Entwicklung dennoch interessant. Je mehr große Krypto-Handelsplattformen Event Contracts integrieren, desto stärker wandert das Format aus der Nische heraus. Die Frage ist nun, ob Hyperliquid seine DeFi-native Handelsdynamik auf Prognosemärkte übertragen kann.
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