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Indiens Zentralbank unterstützt Krypto-Verbot, während Steuerbehörden auf Risiken der Steuerhinterziehung hinweisen

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Indiens Zentralbank signalisiert erneut, dass sie Kryptowährungen weitgehend aus dem Finanzsystem des Landes fernhalten will. In neuen Regierungsdokumenten erklärte die Reserve Bank of India (RBI), dass die Politik möglicherweise „in Richtung eines Verbots tendieren“ müsse, insbesondere im formellen Finanzsektor.

Laut Reuters forderte die RBI die Regierung auf, Banken und regulierten Finanzinstituten das Halten, den Handel oder das Eingehen von Risiken mit Krypto-Assets und privat ausgegebenen Stablecoins zu untersagen. Die Zentralbank warnte, dass Verbindungen zwischen regulierten Unternehmen und Kryptowährungen zu einer „Risikoausbreitung“ auf das gesamte Finanzsystem führen könnten. Außerdem bekräftigte sie ihre seit langem vertretene Ansicht, dass Krypto-Vermögenswerte kein Geld sind und Spekulationen, Betrug sowie Instabilität auf Makroebene begünstigen können.

🇮🇳 EILMELDUNG: INDIENS ZENTRALBANK SETZT SICH FÜR EIN KRYPTO-VERBOT EIN

Die RBI will, dass Indiens Krypto-Politik „in Richtung eines Verbots tendiert“, und warnt vor Risiken für die Finanzstabilität und die Währungshoheit.

Laut Reuters will sie außerdem verhindern, dass Banken Kryptowährungen halten, mit ihnen handeln oder sich in ihnen engagieren… pic.twitter.com/RuIv6uiXvc

— Coin Bureau (@coinbureau) 8. Juli 2026

In einer früheren Antwort an das Parlament bestätigte das Finanzministerium, dass „die RBI empfohlen hat, Krypto-Vermögenswerte zu verbieten“, und betonte, dass ein Verbot oder strenge Regulierung wahrscheinlich eine globale Koordination erfordern würde, da diese Vermögenswerte grenzenlos sind. Ein interministerieller Regierungsausschuss ging zuvor noch weiter und empfahl, „alle privaten Kryptowährungen in Indien zu verbieten“, erkannte dabei aber weiterhin die Notwendigkeit technischer Innovationen an. Trotz dieser Ansichten hat sich Indien bisher dafür entschieden, Kryptowährungen zu besteuern und zu überwachen, anstatt ein vollständiges Verbot zu erlassen.

Finanzamt weist auf Probleme bei der Durchsetzung hin

Gleichzeitig warnt Indiens Einkommensteuerbehörde die Gesetzgeber, dass es nach den geltenden Vorschriften schwierig ist, Krypto-Einkünfte nachzuverfolgen. Beamte erklärten vor einem parlamentarischen Finanzausschuss, dass Transaktionen über Offshore-Börsen und private Wallets es „praktisch unmöglich“ machen können, die tatsächlichen Eigentümer zu identifizieren und Steuern einzutreiben. Sie sagten außerdem, dass auf Rupien lautende Peer-to-Peer-Geschäfte, die oft über lokale Banküberweisungen oder Apps abgewickelt werden, die Nachverfolgung steuerpflichtiger Einkünfte erheblich erschweren.

Indien besteuert Gewinne aus „virtuellen digitalen Vermögenswerten“ bereits mit 30 %. Außerdem wird auf viele Transaktionen eine Quellensteuer (TDS) von 1 % erhoben. Dennoch sagen die Steuerbehörden, dass einige Händler versuchen, diese Vorschriften zu umgehen, indem sie ausländische Plattformen nutzen. Sie weisen zudem darauf hin, dass komplexe, mehrstufige Transfers über verschiedene Blockchains und Wallets hinweg Aktivitäten verschleiern können.

Die Aufsichtsbehörden reagieren darauf, indem sie mehr Daten von den Börsen abrufen und die automatisierte Überwachung verstärken. Sie warnen zudem davor, dass versteckte Offshore-Bestände nach dem indischen „Black Money Act“ zu Strafen führen können.

Trotz dieser Bedenken ist der Kryptohandel in Indien weiterhin erlaubt, bewegt sich aber in einem engen, stark besteuerten Rahmen. Die Regierung behandelt Kryptowährungen als „virtuelle digitale Vermögenswerte“ und nicht als gesetzliches Zahlungsmittel und hat diese Vermögenswerte den Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche unterstellt. Die Forderung der RBI, „in Richtung eines Verbots zu tendieren“, deutet darauf hin, dass die Zentralbank eine strengere Trennung zwischen Kryptowährungen und dem formellen Bankensystem anstrebt – nicht unbedingt ein sofortiges vollständiges Verbot.