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Griechenland plant die Einführung einer Steuer von 15 % auf Kryptogewinne; ein entsprechendes Gesetz wird innerhalb weniger Monate erwartet

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Das griechische Finanzministerium arbeitet an einem Gesetzentwurf, der eine Kapitalertragssteuer von 15 % auf Gewinne aus Kryptowährungen vorsieht.

Die Informationen wurden Reuters offenbar von Regierungsbeamten zugespielt. Sollte der Gesetzentwurf verabschiedet werden, würden digitale Vermögenswerte erstmals in das offizielle Steuerrecht des Landes aufgenommen.

Es wird erwartet, dass es in den kommenden Monaten das Parlament erreichen wird.

Ein Steuerfreibetrag und Ausnahmen für einzelne Bergleute

Das geplante System sieht einen Freibetrag von 500 Euro (580 US-Dollar) auf Gewinne vor, was bedeutet, dass Einwohnerdentihre ersten Gewinne bis zu dieser Höhe keine Steuern zahlen müssten, so einer der Beamten.

Einzelne Kryptowährungs-Miner wären von der neuen Abgabe ebenfalls ausgenommen; diese Ausnahme wurde jedoch nicht auf Unternehmen ausgedehnt, die im Mining tätig sind.

Beide Beamte räumten eine praktische Herausforderung ein: Die Größe des griechischen Kryptomarktes lässt sich nur schwer abschätzen. Dies liegt daran, dass die meisten griechischen Anleger über Plattformen handeln, die ihren Sitz außerhalb des Landes haben.

Es wurden keine konkreten Einnahmenprognosen für die neue Steuer veröffentlicht.

Wo Griechenland in Europas Krypto-Steuer-Flickenteppich passt

Die EU-Mitgliedstaaten legen jeweils ihre eigenen Regeln für die Besteuerung digitaler Vermögenswerte fest, und die Steuersätze variieren von Staat zu Staat.

Zypern erhebt auf Krypto-Kapitalgewinne mindestens 8 %, während Frankreich Steuersätze von bis zu 30 % anwendet. Griechenlands vorgeschlagener Steuersatz von 15 % würde das Land in die Mitte dieser Spanne bringen.

Dieser Gesetzesentwurf kommt zudem zu einem Zeitpunkt, an dem Athen daran arbeitet, seinen eigenen Regulierungsrahmen für Kryptowährungen an die von der EU festgelegten Standards anzupassen.

Im vergangenen August überarbeitete die griechische Kapitalmarktkommission (HCMC) ihr Lizenzierungsverfahren für Börsen und Wallet-Anbieter, um es an die EU-Verordnung „Märkte für Krypto-Assets“ (MiCA) anzupassen, wie Cryptopolitan berichtete damals

Die Regeln schreiben vor, dass Plattformen ein formelles Lizenzierungsverfahren durchlaufen müssen, das bis zu 40 Arbeitstage dauern kann, und nicht lizenzierte Anbieter sind von der Erbringung von Dienstleistungen im Land ausgeschlossen.

Welche Rolle spielt BinanceWette auf Athen dabei?

Der regulatorische Vorstoß Griechenlands hat besonderes Gewicht, da Binance, die nach Handelsvolumen größte Kryptobörse der Welt, das Land Anfang dieses Jahres als ihren EU-Standort gewählt hat.

Laut Reuters und dem griechischen Sender ERT nannte Binance -Co-CEO Richard Teng bei der Erklärung der Entscheidung auf dem Global Finance & Technology Network Forum in Tokio den Talentpool und das Sicherheitsumfeld in Griechenland.

Das Unternehmen beantragte im Januar eine MiCA-Lizenz bei der HCMC, und die griechischen Regulierungsbehörden signalisierten, dass sietracdie Prüfung beschleunigen würden, Cryptopolitan im Februar.

Die Steuergesetzgebung würde eine weitere Ebene in das Umfeld einfügen, das Athen schafft, um Kryptogeschäftetracund gleichzeitig die Aufsicht zu gewährleisten.

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis kündigte bereits im Januar 2025 seine Absicht an, den „zweifelhaften“ Kryptomarkt zu regulieren. Berichten zufolge erklärte er Kabinettsmitgliedern, die Regierung wolle „Ordnung in einen weitgehend uneindeutigen und unregulierten Bereich bringen“

Passive Einkünfte werden anders besteuert

Der Waltio-Steuerleitfaden für Griechenland erläutert die aktuellen griechischen Rahmenbedingungen und weist darauf hin, dass Gewinne aus Staking, Mining und Airdrops unter die progressive Einkommensteuerstaffelung und nicht unter den einheitlichen Steuersatz von 15 % fallen.

Diese Steuerstaffelung reicht von 9 % auf die ersten 10.000 Euro Einkommen bis zu 44 % auf Beträge über 40.000 Euro. Krypto-zu-Krypto-Tauschgeschäfte gelten ebenfalls als steuerpflichtige Ereignisse, wobei der Gewinn zum Zeitpunkt des Tauschs berechnet wird.

Kapitalverluste können über fünf Jahre vorgetragen werden, um künftige Gewinne auszugleichen. Die Frist für die Abgabe der Steuererklärung für Krypto-bezogene Einkünfte ist der 30. Juni des auf den Steuerzeitraum folgenden Jahres, so Waltio in seiner Zusammenfassung der Gesetzgebung.

Der Vorschlag ist noch nicht endgültig

Der Gesetzentwurf muss noch das Parlament passieren, und die endgültigen Details könnten sich bis zur Einreichung noch ändern. Anleger, die über ausländische Plattformen handeln, stehen vor der Frage der Durchsetzung der Gesetze, da die griechischen Behörden eingeräumt haben, nur begrenzten Einblick in Offshore-Aktivitäten zu haben.

Die im Juli 2026 ablaufende MiCA-Lizenzierungsfrist für Krypto-Unternehmen in der gesamten EU wird den Druck auf Athen weiter erhöhen, seinen Steuer- und Regulierungsrahmen vollständig fertigzustellen.