Ein führender Analyst von Shinhan Investment & Securities hat koreanische Investoren Berichten zufolge aufgefordert, die alte Aufteilung von Aktien und Anleihen im Verhältnis 60/40 zu überdenken.
Park Woo-yeol, ein leitender Analyst, empfiehlt nun ein Portfolio mit 60 % Aktien, 30 % Anleihen, 8 % Gold und 2 % bitcoin und sagt, dass das Standardportfolio von 60/40 (Aktien und Anleihen) seine Aufgabe nicht mehr erfüllt.
Welche Änderungen sollten koreanische Anleger an ihren Portfolios vornehmen?
Park Woo-yeol, ein leitender Analyst bei Shinhan Investment & Securities, hat eine Mischung aus 60 % Aktien, 30 % Anleihen, 8 % Gold und 2 % bitcoin und koreanische Investoren aufgefordert, die derzeitige Aufteilung von 60/40 Aktien und Anleihen zugunsten dieser Mischung aufzugeben. vorgeschlagen
Park argumentierte an der Korea Exchange in Seoul, dass das traditionelle Portfolio überholt sei. Jahrelang habe ein 60/40-Portfolio funktioniert, weil bei fallenden Aktienkursen die Anleihenkurse in der Regel stiegen und so die Verluste abfederten. Doch heute fallen Aktien und Anleihen oft gleichzeitig, wodurch Anleihen nicht mehr die einstige Sicherheit bieten.
Um eine Lösung zu finden, testete Parks Team bei Shinhan Securities (KRX: 008670) eine Aufteilung des Portfolios von 10 % in Gold und bitcoin. Sie stellten fest, dass eine Aufteilung von 8 % Gold und 2 % bitcoin das beste Verhältnis von Risiko und Rendite bot. Das Unternehmen tracdieses Modellportfolio seit Jahresbeginn.
Park wies unterdessen darauf hin, dass traditionelle Börsen und Kryptobörsen nun im Wettbewerb stehen. So plant die NASDAQ beispielsweise, ab dem 6. Dezember 2026 einen 23-Stunden-Handel einzuführen, wodurch US-Aktien leichter zugänglich würden. Gleichzeitig nutzen koreanische Anleger bereits Kryptobörsen, um aktienähnliche Produkte zu handeln.
Koreanische Anleger können bereits Aktien und ETF-ähnliche Produkte an Kryptobörsen handeln, darunter auch gehebelte Fonds wie SOXL und KORU. Diese Plattformen sind rund um die Uhr und auch an Wochenenden geöffnet.
Park erwähnte auch, dass traditionelle Unternehmen darauf reagieren, indem sie Kryptobörsen kaufen, wobei die Mirae Asset Group ein Beispiel dafür ist.
Ist Südkorea bereit für digitale Vermögenswerte?
Cryptopolitan berichtete zuvor, dass die südkoreanische Finanzdienstleistungskommission einen dreistufigen Fahrplan zur Tokenisierung konventioneller Wertpapiere veröffentlicht hat.
Die erste Phase des Plans beinhaltet das am 4. Februar 2027 in Kraft tretende geänderte Wertpapiergesetz. Diese Phase wird die Tokenisierung von Vermögenswerten wie Unternehmensanleihen und Geldmarktfonds für Institutionen ermöglichen.
In späteren Phasen ist geplant, das Angebot auf alle börsennotierten Wertpapiere auszuweiten und schließlich Stablecoins für On-Chain-Abwicklungen einzusetzen.
Diese regulatorische Klarheit ist für große Finanzunternehmen von großer Bedeutung. So hat beispielsweise Hanwha Investment & Securities (KRX: 003530) bereits eine tokenisierte Wertpapierplattform auf der Avalanche -Blockchain entwickelt und ist an dem Tokenisierungsunternehmen Securitize beteiligt.
Matthew Dawson, Mitbegründer der gemeinnützigen Ethereum Institutional, bezeichnete den Moment als einen der „regulatorischen Klarheit“, die koreanische Institutionen erreiche.
Unterdessen erlebt der Einzelhandel bereits wieder einen Boom, nachdem Koreas vier größte Kryptobörsen im ersten Halbjahr zusammen 364 Millionen US-Dollar Verlust gemacht hatten. Upbit, Südkoreas größte Kryptobörse, betrieben von Dunamu, verzeichnete kürzlich innerhalb von nur 24 Stunden ein Spot-Handelsvolumen von rund 1,04 Milliarden US-Dollar . Dieser plötzliche Anstieg folgt auf eine starke Erholung des bitcoin-Kurses, der Ende August erstmals seit Mitte Mai die Marke von 80.000 US-Dollar überschritt.
coindesk.com