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Die Ausgaben mit Kryptokarten nähern sich 10 Milliarden Dollar und haben sich innerhalb eines Jahres vervierfacht

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Kryptowährungskarten und ihre Nutzung haben im vergangenen Jahr deutlich an Bedeutung gewonnen, tracdas Gesamtvolumen in diesem Sektor steht kurz vor einem bedeutenden Meilenstein. Laut Daten von paymentsscan.xyz. Zum Vergleich: Vor nur einem Jahr lag dieser Wert bei 2,34 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 323 % innerhalb eines Jahres. Allein im letzten Monat wurden mit Kryptowährungskarten 866,1 Millionen US-Dollar umgesetzt – ein neuer Monatsrekord.

Die Schlagzeile ist das Einfache. Was sie verschleiert, ist ein Markt, der mit dem von vor einem Jahr nicht mehr vergleichbar ist.

RedotPay hält 61 %, aber das Feld ist voll besetzt

RedotPay ist mit rund 61 % des gesamten Kartenvolumens weiterhin mit großem Abstand der größte Kartenherausgeber. Auf den ersten Blick mag dies nach einer absoluten Dominanz aussehen, doch ein Blick auf die Entwicklung vor einem Jahr zeigt, dass der Wettbewerb deutlich zugenommen hat. Damals hielt RedotPay noch fast 93 % des gesamten Kryptokartenvolumens.

KAST hält mittlerweile rund 15 % des gesamten Handelsvolumens. EtherFi liegt bei etwa 11 %. Beide spielten vor einem Jahr noch keine bedeutende Rolle. Aus einem Emittenten mit minimaler Marktpräsenz ist ein Marktführer geworden, und zwei ernstzunehmende Herausforderer belegen die Plätze zwei und drei. Dies markiert einen strukturellen Wandel im Kryptokartensektor.

Das Handelsvolumen stieg trotz eines schwachen Marktes

Dieses Wachstum findet in einer Zeit statt, in der der breitere Kryptomarkt rückläufig ist und die Stimmung eindeutig in Richtung Bärenmarkt tendiert. Normalerweise geht eine solche Entwicklung mit einem Nachlassen der Spekulationen und einer damit einhergehenden Abkühlung der On-Chain-Aktivität einher. Doch hier beobachten wir das Gegenteil: Das Handelsvolumen mit Kryptokarten steigt seit Monaten kontinuierlich.

Ein Spekulationszyklus hätte dazu geführt, dass die Ausgaben dem Marktverlauf tracwären. Das war aber nicht der Fall. Die Leute nutzen Stablecoins zum Einkaufen und tun dies auch weiterhin, unabhängig davon, ob der Bildschirm grün oder rot ist.

Es gibt drei Hauptgründe für den explosionsartigen Anstieg des Handelsvolumens. Erstens besteht in Schwellenländern eine reale Nachfrage, da auf US-Dollar lautende Stablecoins ein Problem lösen, das die lokalen Bankensysteme unberücksichtigt lassen. Zweitens wirkte der GENIUS Act als massiver regulatorischer Katalysator und bot Emittenten einen soliden Rahmen, auf dem sie aufbauen konnten, anstatt in einer Grauzone zu agieren.

Schließlich ermöglicht die Visa-Plattform, dass ein Stablecoin-Guthaben an der Kasse wie jede andere Karte verwendet werden kann – ohne zusätzliche Hürden für Händler oder Karteninhaber. Hier steht der Nutzen im Vordergrund, nicht die Geschichte.

Warum 10 Milliarden Dollar eine Untergrenze und keine Obergrenze darstellen

Die von zentralisierten Börsen ausgegebenen Karten werden intern abgewickelt und berühren niemals ein öffentliches Ledger, wodurch sie für On-Chain-Messungen unsichtbar sind. Die zugrunde liegenden Programme liegen vollständig außerhalb der 9,898 Milliarden US-Dollar.

Dieser Meilenstein wirkt daher weniger wie ein Höhepunkt, sondern eher wie eine Basislinie. Das Überschreiten der 10-Milliarden-Dollar-Marke wird zwar für Schlagzeilen sorgen, doch das nachhaltigere Signal liegt darunter: Die Ausgaben blieben trotz eines rückläufigen Marktes stabil, die Emittentenbasis hat sich über ein einzelnes Unternehmen hinaus erweitert, und der unsichtbare Bereich wächst im Hintergrund weiter.