Coinbase Asset Management bringt seinen Stablecoin-Fonds CUSHY näher an die Blockchain-Infrastruktur heran. Der Start der tokenisierten Anteilsklasse ist für das zweite Quartal geplant.
CUSHY nutzt Superstates neue FundOS-Plattform
CUSHY soll als erster externer Fonds über Superstates FundOS ausgegeben werden. Die Plattform ist als Betriebssystem für Vermögensverwalter gedacht, die Fondsanteile auf Blockchains tokenisieren wollen, zunächst auf Solana und Ethereum, später auch auf Base.
Die Administration des Fonds übernimmt Northern Trust Hedge Fund Services. Technisch wird das Produkt über die Omnium-Plattform unterstützt.
Der eigentliche Punkt liegt nicht nur in der Tokenisierung als Etikett. Tokenisierte Fondsanteile können theoretisch rund um die Uhr übertragen, auf digitalen Märkten gehandelt oder als Sicherheit in DeFi-Kreditprotokollen eingesetzt werden, sofern die regulatorischen Anforderungen erfüllt sind. Coinbase erklärte, die CUSHY-Anteile könnten für Collateralization und Transfers über konforme digitale Handelsplätze verfügbar gemacht werden.
Stablecoin-Rendite trifft private Kreditmärkte
CUSHY selbst soll Rendite erzielen, indem Stablecoins verliehen und nicht näher spezifizierte Private-Credit-Möglichkeiten genutzt werden. Damit bewegt sich Coinbase in einem Bereich, in dem digitale Liquidität und klassische Kreditstrukturen zunehmend ineinandergreifen.
Anthony Bassili, Präsident von Coinbase Asset Management, beschrieb den Ansatz als Verbindung schneller digitaler Infrastruktur mit institutionellen Kreditstandards. Als Partner nannte er unter anderem Northern Trust, Apollo, Superstate, Solana, Base und Coinbase.
Für den Markt ist der Fonds ein weiteres Zeichen, dass Tokenisierung bei großen Anbietern nicht mehr nur bei Staatsanleihen oder Geldmarktfonds stehen bleibt. Fondsanteile selbst werden zur programmierbaren Einheit.
Das eröffnet neue Möglichkeiten für Handel, Besicherung und Abwicklung, bringt aber auch die üblichen Fragen mit sich: Wer darf kaufen, wo darf gehandelt werden und wie eng bleiben Onchain-Nutzung und Compliance miteinander verbunden?