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Bernstein sieht großes Wachstumspotenzial für Robinhood Chain bis 2028

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Robinhood hat mit seiner neuen Blockchain binnen kurzer Zeit viel Aktivität angezogen. Auffällig ist, dass das Netzwerk zunehmend weniger von Memecoins abhängt und ein anderes Segment rasch an Bedeutung gewinnt. Nach Einschätzung von Analysten von Bernstein könnte genau diese Verschiebung Robinhood in den kommenden Jahren erhebliche Erlöse bringen.

Tokenisierte Aktien gewinnen rasch an Bedeutung

Die Robinhood Chain wurde am 1. Juli gestartet und basierte anfangs nahezu vollständig auf Memecoins. Laut Bernstein entfiel der Handel mit Memecoins zum Start auf 100 Prozent der Aktivität im Netzwerk.

Gut zwei Monate später hat sich das Bild deutlich verändert. Der Anteil der Memecoins ist auf 36 Prozent gefallen. Zugleich entfallen tokenisierte Aktien inzwischen auf rund 27 Prozent des gesamten Handelsvolumens.

Dabei werden traditionelle Aktien über Token auf der Blockchain handelbar gemacht. Anleger können so beispielsweise über den Kryptomarkt an der Entwicklung eines börsennotierten Unternehmens partizipieren.

Nach Einschätzung von Bernstein wird das Wachstum unter anderem von der Handelsplattform Uniswap angetrieben. Dort lassen sich Memecoins und tokenisierte Aktien direkt gegeneinander handeln. Dadurch entsteht laut den Analysten zusätzliche Nachfrage nach beiden Arten von Token.

Robinhood Chain erzielt Millionenerlöse aus Gebühren

Die zunehmende Aktivität beschert der Robinhood Chain derweil erhebliche Gebühreneinnahmen. Nach Daten von DefiLlama generierte das Netzwerk in den vergangenen 24 Stunden Gebühren von rund 2,13 Millionen Dollar.

Damit zählt die Robinhood Chain gut zwei Monate nach dem Start bereits zu den größten Blockchains gemessen an den täglich anfallenden Gebühren.

Bernstein erwartet, dass die Einnahmen in den kommenden Jahren weiter steigen könnten. Die Analysten prognostizieren, dass die Robinhood Chain 2028 jährlich Gebühren von bis zu 160 Millionen Dollar erzielen kann.

Das Analysehaus bewertet Robinhood schon länger positiv. Im Juli hob Bernstein sein Kursziel für die Aktie von 130 auf 160 Dollar an. Vor allem das Wachstum von Prognosemärkten und tokenisierten Aktien gilt dabei als wichtige Chance.

Tokenisierte Aktien stoßen auch auf Kritik

Dennoch bleibt der Vormarsch tokenisierter Aktien nicht ohne Kritik. Adam Aron, CEO von AMC Entertainment, übte kürzlich scharfe Kritik an Token, die Anlegern ein Engagement in Aktien seines Unternehmens ermöglichen.

Aron zufolge hat AMC selbst nichts mit diesen Token zu tun. Er bezeichnete das Angebot als „skandalös“ und kündigte an, das Unternehmen lasse seine externen Rechtsberater die Angelegenheit prüfen.