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Ripple lässt KI-Agenten die Geldströme von Unternehmen überwachen

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Ripple geht in seiner Unternehmensstrategie rund um künstliche Intelligenz den nächsten Schritt. Das Kryptounternehmen integriert KI-Agenten in Ripple Treasury, die Finanzabteilungen beim Management von Geldströmen, der Früherkennung von Risiken und der Erstellung von Finanzprognosen unterstützen.

Die Erweiterung folgt auf die Übernahme von GTreasury, für die Ripple im vergangenen Jahr eine Milliarde US-Dollar zahlte. Mit den neuen KI-Funktionen will das Unternehmen Finanzteams schnellere Entscheidungen ermöglichen. Die KI kann Empfehlungen aussprechen, jede Maßnahme muss jedoch zunächst von einem Mitarbeiter freigegeben werden.

KI überwacht Geldströme und warnt Unternehmen

Die neuen Funktionen sind Teil von GSmart, der KI-Plattform innerhalb von Ripple Treasury. Die Software überwacht verschiedene Finanzprozesse, darunter die verfügbare Liquidität, Prognosen und die Prüfung von Transaktionen.

Wenn GSmart ein Problem erkennt, kann die KI einen Lösungsvorschlag machen. Zugleich zeigt das System an, auf welcher internen Unternehmensregel oder Richtlinie die Empfehlung basiert.

Die KI darf anschließend nicht eigenständig Mittel transferieren. Ein Mitarbeiter muss jede vorgeschlagene Maßnahme zunächst prüfen und freigeben. So will Ripple verhindern, dass ein Fehler des KI-Modells unmittelbare finanzielle Folgen hat.

Auch wichtige finanzielle Berechnungen überlässt Ripple nicht der KI. Dafür setzt das Unternehmen klassische Software ein, damit Berechnungen stets nach demselben Verfahren erfolgen. Die KI soll vor allem Unternehmensregeln auswerten, Muster erkennen sowie Empfehlungen formulieren und erläutern.

Ripple baut GSmart weiter aus

GSmart existierte bereits vor der Übernahme von GTreasury durch Ripple. Die KI-Plattform wurde im Juni 2025 eingeführt und wird nun auf weitere Bereiche des Finanzmanagements von Unternehmen ausgeweitet.

Eine der neuen Funktionen ist Knowledge Studio. Dort können Unternehmen ihre eigenen Finanzregeln und Richtlinien hinterlegen. Die KI nutzt diese Informationen anschließend, um Empfehlungen besser auf das jeweilige Unternehmen zuzuschneiden.

Darüber hinaus führt Ripple Ask GSmart ein. Damit können Mitarbeiter direkt Fragen zu den Finanzdaten ihres Unternehmens stellen.

Nach Angaben von Ripple werden die bestehenden KI-Funktionen bereits intensiv genutzt. So haben 60 Prozent der berechtigten Kunden Risk Insights aktiviert. Forecast Insights, das bei der Erstellung von Finanzprognosen hilft, wird von 44 Prozent genutzt.

$XRP und Stablecoins neben klassischen Geldmitteln

Die Erweiterung fügt sich in die umfassendere Strategie hinter der Übernahme von GTreasury ein. Ripple zielt damit nicht nur auf den Kryptosektor, sondern will auch in den Finanzabteilungen klassischer Unternehmen eine größere Rolle spielen.

Ripple Treasury führt dabei traditionelle und digitale Vermögenswerte zusammen. Unternehmen können über die Plattform inzwischen digitale Vermögenswerte neben ihren liquiden Mitteln verwalten.

So können Unternehmen etwa $XRP und Ripples Stablecoin RLUSD im selben System verwalten wie ihre traditionellen Liquiditätspositionen. Mit der KI-Erweiterung will Ripple es erleichtern, all diese Vermögenswerte zu überwachen und zu steuern.