Frankreich hat nach monatelanger Prüfung der nationalen Sicherheit den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an einer wichtigen Rechenzentrumseinheit des staatlichen Elektrizitätsunternehmens Electricité de France (EDF) an den US-amerikanischen Bitcoin-Miner MARA Holdings Inc. genehmigt.
MARA mit Hauptsitz in Florida übernimmt eine 64%ige Beteiligung an Exaion, einer Tochtergesellschaft, die Hochleistungsrecheninfrastruktur für digitale Workloads betreibt. Die Vereinbarung, erstmals angekündigt in August 2025, wird mit 168 Millionen US-Dollar bewertet.
Die Transaktion löste in Paris Bedenken hinsichtlich einer möglichen ausländischen Kontrolle über die digitale Infrastruktur aus. Als Reaktion darauf hat die französische Regierung auferlegt Bedingungen vor der Unterzeichnung überprüfen.
NJJ Capital, eine von Telekom-Milliardär Xavier Niel kontrollierte Investmentgesellschaft, wird eine Beteiligung von 10 % an Mara France, der lokalen Einheit, die die Übernahme abwickelt, übernehmen, im Gegenzug für die Voraussetzung, dass ein französischer Investor einstiegt. EDF wird eine Minderheitsbeteiligung behalten und weiterhin als Kunde von Exaion fungieren.
Finanzminister Roland Lescure bezeichnete das Ergebnis als ein Zeichen dafür, dass Frankreich weiterhin offen für internationale Investitionen bleibt und gleichzeitig seine strategischen Interessen verteidigt.
„Bei dieser Operation geht der Staat auf zwei Ebenen vor: Wir bestätigen die Attraktivität Frankreichs für internationale Investitionen und gewährleisten gleichzeitig den kompromisslosen Schutz unserer strategischen Interessen und unserer technologischen Souveränität“, sagte der Minister. Eine Regierungserklärung fügte hinzu, dass keine sensiblen EDF-Daten nach dem Verkauf bei Exaion verbleiben werden.
Der Vorstand von Exaion wird nun einschließen Vertreter von MARA, EDF und NJJ.
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