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Russland baut den Krypto-Markt aus – jetzt zieht auch die größte Bank des Landes nach

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Russlands größte Bank plant, Krypto-Asstes künftig in das regulierte Finanzsystem des Landes einzubinden. Wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtet, soll bis spätestens 1. Dezember eine Infrastruktur für den Handel, die Verwahrung und die Abwicklung digitaler Vermögenswerte entstehen.

Kernstück des Projekts ist ein digitales Verwahrsystem, das die Eigentumsrechte der Kunden an Kryptowährungen dokumentiert. Ein Großteil der Transaktionen soll dabei außerhalb der jeweiligen Blockchain abgewickelt werden. Die Sberbank wird auch aktive Wallets betreiben, über die Kunden Ein- und Auszahlungen sowie Transfers durchführen können.

Krypto wird Teil des russischen Finanzsystems

Die Pläne der Sberbank stehen im Zusammenhang mit einer umfassenden Regulierung des russischen Krypto-Marktes. Das Parlament hat zuletzt die entscheidenden Lesungen eines Gesetzentwurfs verabschiedet, der den Handel mit digitalen Vermögenswerten in geregelte Bahnen lenken soll.

Künftig soll auch die russische Zentralbank festlegen, welche Kryptowährungen über zugelassene Anbieter gehandelt werden dürfen. Zudem werden fünf regulierte Marktteilnehmer definiert, darunter Krypto-Börsen, Broker, Vermögensverwalter, Anbieter von Börsendienstleistungen und Verwahrstellen. Die neuen Vorschriften sollen am 1. September 2026 in Kraft treten.

“Die aktive Zusammenarbeit zwischen Markt und Regulierungsbehörde endet hier nicht. Zahlreiche für den Aufbau der Infrastruktur und der technologischen Basis notwendige Verordnungen – von Depot- und Buchhaltungssystemen bis hin zur Lizenzierung neuer Intermediäre – müssen noch entwickelt und verabschiedet werden. Sber ist bereit, seine Expertise weiterhin einzubringen und sich aktiv an dieser Arbeit zu beteiligen“, erklärte Vedyakhin, erster Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sberbank.

Während Russland den Aufbau seiner Krypto-Infrastruktur vorantreibt, verschärft die Europäische Union ihre Sanktionen. Zuletzt setzte die EU die Krypto-Börse HTX auf ihre Sanktionsliste. Nach Angaben des Europäischen Rates soll die Plattform dabei geholfen haben, bestehende Russland-Sanktionen zu umgehen.