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Binance plant nach dem Rückzug im Jahr 2021 die Rückkehr zu Aktien-Token

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Binance erwägt laut einem Bericht von The Information, Aktien-Token auf seiner Plattform wieder einzuführen, nachdem das Unternehmen das Produkt im Jahr 2021 eingestellt hatte.

Aktientoken sind digitale Darstellungen von Anteilen an börsennotierten Unternehmen. Statt eine ganze Aktie von Apple oder Microsoft zu besitzen, kann ein Anleger einen Bruchteil einer Aktie erwerben – gehalten und abgewickelt auf einer Blockchain – und spiegelt dabei den Echtzeitpreis des zugrunde liegenden Vermögenswerts wider.

Binance startete seinen Stock-Token-Service im April 2021, beginnend mit Tesla und erweiterte das Angebot schnell auf Coinbase, Strategy, Microsoft und Apple. Dieser Schritt zog die Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden auf sich, wobei sowohl die britische Financial Conduct Authority als auch die deutsche BaFin hinterfragten, ob die Token gegen Wertpapiergesetze verstoßen. Bis Juli desselben Jahres stellte Binance das Angebot ein.

Doch das Interesse an tokenisierten Aktien ist nicht nachgelassen. OKX, eine weitere große Krypto-Börse, beschäftigt sich ebenfalls mit dem Bereich, wie Haider Rafique, globaler Managing Partner, gegenüber The Information erklärte. Und in den USA versuchen auch traditionelle Finanzakteure einzusteigen, wobei sowohl die New York Stock Exchange als auch die Nasdaq die behördliche Genehmigung zur Einführung von Aktien-Token-Produkten anstreben.

Ein Sprecher von Binance teilte The Information mit, dass „die Prüfung der Möglichkeiten, tokenisierte Aktien anzubieten, ein natürlicher nächster Schritt in unserer Mission ist, traditionelles Finanzwesen und Krypto näher zusammenzubringen.“

Dennoch bestehen weiterhin rechtliche Hürden. Stock-Token gehörten zu den mehreren ungelösten Fragen in einem Gesetzesentwurf zur Strukturierung des Kryptomarktes, der im Kongress an Fahrt gewonnen hatte. Branchenführer erklärten, dass der Entwurf in seiner derzeitigen Fassung die Einführung solcher Produkte verzögern würde. Coinbase-CEO Brian Armstrong sprach sich öffentlich gegen die Gesetzgebung aus und forderte Überarbeitungen, die es der SEC ermöglichen würden, bestimmte tokenisierte Angebote von den üblichen Wertpapierregelungen auszunehmen.