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Maltesischer Finanzaufseher prüft die Eingliederung von Teilen der DeFi unter den Geltungsbereich von MiCA

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Der maltesische Finanzregulator untersucht, wie dezentrale Finanzen (DeFi) in den Rahmen der Märkte für Krypto-Assets (MiCA) der Europäischen Union passen könnten, wobei der Fokus auf Governance, Verantwortlichkeit und der Bedeutung von „vollständiger Dezentralisierung“ liegt.

Die Malta Financial Services Authority (MFSA) erklärte, dass MiCA zwar Kryptowährungsdienstleistungen ausschließt, die „in vollständig dezentraler Weise ohne jeglichen Vermittler“ erbracht werden, viele DeFi-Projekte jedoch zentrale Merkmale wie Administratorenschlüssel, Governance-Konzentration, Rechte zur Protokollaktualisierung und Kontrolle über benutzerorientierte Schnittstellen behalten, in einem am Mittwoch veröffentlichten Diskussionspapier.

Die Aufsichtsbehörde bittet um Rückmeldungen, ob Dezentralisierung als Spektrum statt als binäres Konzept bewertet werden sollte und ob ein standardisierter Rahmen entwickelt werden sollte, um festzustellen, wann ein Protokoll außerhalb des Anwendungsbereichs von MiCA liegt.

DeFi ist im Rahmen des EU-Regulierungsrahmens für Krypto eine Art Grauzone, da Dienstleistungen, die auf vollständig dezentralisierte Weise erbracht werden, ausgeschlossen sind, jedoch eine klare Definition fehlt, ab wann ein Protokoll oder eine Plattform diese Schwelle erfüllt.

Das Papier der MSFA stellt zudem die Frage, ob regulierte Kryptounternehmen verpflichtet werden sollten, Smart-Contract-Audits, Governance-Überprüfungen und Risikoanalysen durchzuführen, bevor sie DeFi-Protokolle in ihre Dienstleistungen integrieren.

Über MiCA hinaus skizziert die MFSA potenzielle rechtliche Strukturen für DeFi-Projekte, einschließlich dezentraler autonomer Organisationen (DAOs) und segregierter Zellgesellschaften.

Es untersucht auch Guardian-Agenten, die es als Mechanismen mit einem Automatisierungsgrad definiert, der „das Verhalten anderer autonomer Systeme überwacht, bewertet und einschränkt, um die Einhaltung vordefinierter Ziele und Risikotoleranzen sicherzustellen.“

Das Diskussionspapier steht bis zum 10. Juli für öffentliche Stellungnahmen offen.