- Ein Treffen zwischen einem Senator, der digitale Währungen unterstützt, und einem Kandidaten für den Vorsitz der Fed hat in den sozialen Medien eine Diskussion darüber ausgelöst, ob die Regierung einen neuen Versuch mit einer CBDC plant.
Die Diskussionen über eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) flammen wieder auf, nachdem mehrere Abgeordnete im US-Senat eine entsprechende Klausel als Zugabe in ein Gesetz zum Wohnungsbau aufgenommen haben. Ein kürzlich stattgefundenes Treffen zwischen Senatorin Cynthia Lummis, einer Republikanerin aus Wyoming, und Kevin Warsh, dem Kandidaten für den Vorsitz der Federal Reserve, hat die Spekulationen zu diesem Thema angeheizt.
Ein kürzlich stattgefundenes Treffen zwischen Senatorin Cynthia Lummis und dem ehemaligen Fed-Mitglied Brendan Warsh
Brendan Pedersen, leitender Reporter bei Punchbowl News, berichtete am Dienstagabend über das Treffen zwischen Lummis und Warsh. Die Senatorin aus Wyoming bezeichnete ihr Gespräch als „unglaublich produktiv”, wobei der Schwerpunkt auf der Schaffung einer „transparenten, rechenschaftspflichtigen Fed” lag. Darüber hinaus betonte sie, dass sich ihr Dialog auf eine Zentralbank konzentrierte, die bereit ist, finanzielle Innovationen wie digitale Währungen zu begrüßen, anstatt sie zu unterdrücken.
Lummis erklärte, sie sei bereit, erneut mit Warsh über die Modernisierung der Fed zu sprechen, zum Wohle der finanziellen Zukunft der USA.
Sen. Cynthia Lummis (R-Wyo.) met with Fed chair nominee Kevin Warsh this afternoon, saying in a statement they had an "incredibly productive, thoughtful conversation."
— Brendan Pedersen (@BrendanPedersen) March 10, 2026
A quick nod to digital assets here too. Warsh has previously been an advocate for CDBCs, which crypto hates. pic.twitter.com/fWzpvQVvW3
Worum ging es bei dem Treffen wirklich?
Pedersens Erwähnung von Warshs Befürwortung einer CBDC sorgte in den sozialen Medien für Aufregung. Die Leute lehnten die Idee, dass die Zentralbank mehr Einfluss und Kontrolle über die Verwendung ihres Geldes ausübt, entschieden ab.
Auch US-Präsident Donald Trump kritisierte das Thema scharf, weshalb er es sich zum Ziel gesetzt hatte, CBDC in einer Durchführungsverordnung nach seinem Amtsantritt für seine zweite nicht aufeinanderfolgende Amtszeit komplett zu verbieten.
Die Unklarheit von Lummis’ Aussage spaltete die Öffentlichkeit in der Frage, ob es sich um Kryptowährungen handelt, für die sich die Senatorin einsetzt, oder um CBDC, die Warsh angeblich unterstützt.
Befürwortet der designierte Fed-Vorsitzende wirklich CBDC?
Blockzeit brauchte nicht lange, um Warshs Meinung zu CBDC zu überprüfen. In einem YouTube-Clip, der offenbar bei einer Tagung oder einem Interview aufgenommen wurde, sagte er, dass es Sache des Kongresses oder der Exekutive sei, zu entscheiden, ob eine US-Dollar-Stablecoin oder eine CBDC geschaffen werden solle.
Warsh meinte, dass sich Zentralbanken auf das Großhandelsgeschäft konzentrieren sollten, nicht auf den Einzelhandel. Deshalb war er dagegen, dass die Fed irgendwas mit einer CBDC für den Einzelhandel zu tun hat. Bei einem Wirtschaftsforum am Reagan Institute im letzten Jahr hat er seine Meinung zum Einzelhandelsaspekt des Programms noch mal bekräftigt. Er hat aber die Idee einer CBDC für den Großhandel unterstützt, die nur für die Geschäfte der Fed mit Finanzinstituten gedacht wäre, um das Kontrahentenrisiko zu verringern und gleichzeitig Effizienz und Transparenz zu fördern.
Wenn man also die Haltung des Fed-Kandidaten zum Thema CBDC zusammenfasst, war er eigentlich gegen die Ausgabe einer CBDC für Privatkunden, die Datenschutzbedenken in der Öffentlichkeit aufwerfen könnte. Auf der anderen Seite ist er offen für eine Version für Großkunden, die ausschließlich für namhafte Finanzinstitute Komfort beim Liquiditätsmanagement bietet.