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Krypto-Wallets für KI-Agenten schaffen eine neue rechtliche Grenze, sagt Electric Capital

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SAN FRANCISCO, CA – Krypto entwickelt nicht nur schnellere Zahlungssysteme. Es könnte das Finanzsystem für Nicht-Menschen aufbauen.

Da KI-Agenten zunehmend autonomer werden, statten Entwickler sie bereits mit Krypto-Wallets aus, die es der Software ermöglichen, Vermögenswerte zu halten, für Dienstleistungen zu bezahlen, Token zu handeln und sogar andere Agenten zu beauftragen. Die technischen Voraussetzungen fügen sich zusammen. Die rechtlichen jedoch nicht.

Auf einer kürzlichen Podiumsdiskussion bei der NEARCON 2026 bezeichnete Avichal Garg von Electric Capital den Moment als historisch bedeutsam.

„Was passiert, wenn überhaupt kein Mensch dahintersteht?“, fragte Garg. „Es ist ein Stück Code, das eine Wallet besitzt und Code ausführt, um mehr Geld zu verdienen… Wie funktioniert in diesem Fall die Haftung? Das weiß ich tatsächlich nicht.“

Krypto macht dies auf eine Weise möglich, wie es die traditionelle Finanzwelt nicht kann. Blockchains ermöglichen programmierbares Geld, sofortige Abwicklung und globalen Zugang. Kombiniert man dies mit KI-Agenten, die in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen, entsteht etwas Neues: Software, die sowohl denken als auch Transaktionen ausführen kann.

Garg verglich den Wandel mit der Gründung der Gesellschaft mit beschränkter Haftung im 19. Jahrhundert – einem rechtlichen Durchbruch, der gebündeltes Kapital und Wachstum im industriellen Maßstab ermöglichte.

„Die Kosten für die Teilnahme an der Wirtschaft sind so stark gesunken,“ sagte er. „Man spricht hier von jeder Person auf der Welt, die mit relativ wenig Geld in der Lage ist, Wert zu schaffen.“

Doch die Durchsetzung bleibt weiterhin ungeklärt.

„Man kann eine KI nicht bestrafen“, stellte Garg fest. „Man kann sie ausschalten, aber es ist ihr egal.“

Wenn autonome Agenten damit beginnen, auf der Blockchain zu handeln, Kredite zu vergeben, Personal einzustellen und Unternehmen zu skalieren, könnten Gesetzgeber vor einer grundlegenden Frage stehen: Wer ist verantwortlich, wenn Software mit eigenem Wallet eigenständig agiert?