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Asiens Reiche verkaufen keine Kryptowährungen, sondern kaufen stattdessen das hier

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Der Sektor der digitalen Vermögenswerte stößt bei vermögenden Anlegern in Asien auf wenig Interesse. Zwar halten vermögende Kunden in Malaysia und Singapur weiterhin Kryptowährungen in ihren Portfolios, investieren neue Gelder aber vermehrt in Gold, Bankeinlagen oder alternative Finanzanlagen.

Kryptowährungsfonds verzeichneten 2026 die höchsten Abflüsse seit Beginn der Aufzeichnungen, zeitgleich mit dem besten Quartalsergebnis für Gold aller Zeiten. Dies könnte darauf hindeuten, dass Anleger deutlich defensiver agieren als zuvor. Anstatt digitale Vermögenswerte komplett zu verkaufen, scheinen sie den Kauf von Kryptowährungen zugunsten traditionellerer sicherer Anlagen vorerst aufzuschieben.

Wohin das frische Geld stattdessen fließt

Laut einer neuen Umfrage von HSBCgibt es keine Anzeichen dafür, dass Anleger Kryptowährungen meiden. Vermögende Investoren scheinen an ihren bestehenden Anlagen festzuhalten und ihr neu eingeworbenes Kapital in Gold, cash und diverse andere Vermögenswerte zu investieren.

Wie HSBC angab:

„Anleger konzentrieren sich auf den Kern ihrer Portfolios, wägen Schutz und Wachstum ab und diversifizieren gezielt. Die Allokation zwischen cash, Aktien und Gold verschiebt sich weiterhin. cash spielen dabei eine wichtige Rolle, da sie Anlegern einen Puffer bieten, um je nach Marktlage ihr Portfolio neu auszurichten, zu investieren oder unverändert zu lassen.“HSBC Global Affluent Investor Snapshot 2026

Es wurde erwähnt, dass Anleger im kommenden Jahr voraussichtlich ihre Allokation in Gold und Festgelder erhöhen und gleichzeitig ihr Engagement in Kryptowährungen auf dem gleichen Niveau beibehalten werden. Cashhingegen wird weiterhin als Reserve für potenzielle Chancen zu einem späteren Zeitpunkt betrachtet und nicht als Zeichen dafür, dass sich Anleger gänzlich vom Risiko zurückziehen.

Der Gesamtmarkt zeigt einen ähnlichen Trend. Laut ihrem Bericht erreichte die Goldnachfrage im ersten Quartal 2026 1.231 Tonnen, was einem Anstieg von 2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Preisentwicklung bei Goldbarren führte zu einem Rekordwert der Nachfragedent193 Milliarden US-Dollar. Darüber hinaus stieg die Nachfrage nach Münzen und Barren deutlich auf 474 Tonnen, ein Plus von 42 % gegenüber dem Vorjahr, vor allem aufgrund von Käufern aus Asien.

4,21 Milliarden Dollar sind aus Kryptofonds abgeflossen

Die Kapitalflüsse institutioneller Anleger spiegelten dieselbe verhaltene Stimmung wider.

Laut Daten von CoinShares verzeichneten digitale Anlageprodukte Abflüsse in Höhe von rund 1,67 Milliarden US-Dollar. Dies ist die dritte Woche in Folge mit Abflüssen und der zweithöchste wöchentliche Abfluss in diesem Jahr. Insgesamt zogen Anleger in den letzten drei Wochen 4,21 Milliarden US-Dollar ab.

Die Gesamtabflüsse aus Bitcoin beliefen sich auf 1,438 Milliarden US-Dollar und aus Ether auf 257 Millionen US-Dollar. Insgesamt sanken die verwalteten Vermögen von 148 Milliarden US-Dollar in der Vorwoche auf 141 Milliarden US-Dollar – der niedrigste Stand seit Anfang April. Laut CoinShares-Analyst James Butterfill ist dieser Rückgang auf die geopolitische Lage im Iran zurückzuführen, die einen größeren Einfluss hatte als positive Nachrichten zur Kryptowährungsgesetzgebung in den USA.

Golds Rekordquartal verrät der anderen Hälfte

Die gleiche geopolitische Situation hat die Nachfrage nach Gold erheblich gesteigert.

Laut dem World Gold Council erreichte der Goldpreis der LBMA nach mehreren aufeinanderfolgenden Höchstständen einen neuen Rekordquartalsdurchschnitt. Viele Zentralbanken handelten ähnlich und kauften netto 244 Tonnen Gold, was einem Anstieg von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Der Rat geht davon aus, dass geopolitische Unsicherheit, anhaltende Inflation und begrenzte Investitionsmöglichkeiten die Nachfrage nach Gold weiterhin stützen werden. Käufe von Goldbarren und -münzen werden bis 2026 hauptsächlich von asiatischen Investoren getätigt.

Risikorotation auf einen Blick

Zusammenfassend deuten die Statistiken eher auf eine breiter angelegte Verschiebung der Anlageportfolios hin als auf eine vollständige Abkehr von digitalen Währungen.

Kryptoinvestitionen sanken in den drei Wochen um 4,21 Milliarden US-Dollar, während der weltweite Goldbedarf auf 1.231 Tonnen mit einem Rekordwert von 193 Milliarden US-Dollar anstieg. Investitionen in Sachwerte blieben besonders hoch, da die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen im Vergleich zum Vorjahr um 42 % zunahm und Zentralbanken weitere 244 Tonnen Gold erwarben.