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Hardware-Wallet-Riese Ledger will an die Börse

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  • Ledger plant IPO an der New York Stock Exchange:
    Der Hardware-Wallet-Hersteller arbeitet laut Bericht mit Goldman Sachs, Jefferies und Barclays zusammen.
  • Bewertung von über vier Milliarden US-Dollar angestrebt:
    Das entspräche fast einer Verdreifachung gegenüber der letzten Finanzierungsrunde 2023.
  • Umsätze im hohen dreistelligen Millionenbereich:
    Steigende Hackerangriffe treiben die Nachfrage nach sicherer Selbstverwahrung.
  • Vergangene Sicherheitsvorfälle bleiben ein Thema:
    Datenlecks und frühere Vorfälle könnten für Investoren kritisch bleiben.

Ledger plant Milliarden-IPO in New York

Der französische Hardware-Wallet Hersteller Ledger bereitet offenbar einen Börsengang in den USA vor. Das Unternehmen plant den Schritt an die New York Stock Exchange und arbeitet dabei mit den Investmentbanken Goldman Sachs, Jefferies und Barclays zusammen. Ziel ist eine Bewertung von über 4 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zur letzten Finanzierungsrunde aus dem Jahr 2023 würde das einer deutlichen Aufwertung entsprechen. Damals lag die Bewertung bei rund 1,5 Milliarden US-Dollar. Mit dem geplanten IPO will Ledger seine Position als globaler Anbieter für sichere Krypto-Verwahrung weiter ausbauen.

Geschäft profitiert von Sicherheitsbedenken im Markt

Ledger zählt zu den bekanntesten Anbietern von Hardware-Wallets und profitiert von einem anhaltenden Trend zur Selbstverwahrung. Laut CEO Pascal Gauthier erzielt das Unternehmen mittlerweile Umsätze im Bereich von mehreren hundert Millionen US-Dollar. Ein wesentlicher Treiber ist die wachsende Zahl von Hackerangriffen im Krypto-Sektor.

Je häufiger es zu Angriffen auf Börsen oder Online-Wallets kommt, desto stärker steigt bei Nutzern das Bedürfnis nach einer sicheren Verwahrung ihrer digitalen Vermögenswerte. Hardware-Wallets gelten dabei als besonders robuste Lösung, da private Schlüssel offline gespeichert werden.

Sicherheitsvorfälle bleiben ein sensibles Thema

Trotz des starken Wachstums steht Ledger weiterhin unter genauer Beobachtung. In den vergangenen Jahren kam es mehrfach zu sicherheitsrelevanten Vorfällen. Erst vor wenigen Wochen wurde ein Datenleck bei einem externen Zahlungsdienstleister bekannt, durch das Kundendaten offengelegt wurden.

Auch in den Jahren 2020 und 2023 gab es Vorfälle, bei denen entweder Kundendaten oder Gelder potenziell gefährdet waren. Zwar betrafen diese Ereignisse nicht direkt die Hardware-Wallets selbst, dennoch spielen Fragen rund um Datenschutz, Drittanbieter und interne Prozesse für Investoren eine wichtige Rolle, insbesondere im Hinblick auf einen Börsengang.

Börsengang im Umfeld gemischter Marktstimmung

Der geplante IPO von Ledger fällt in ein Jahr, in dem einzelne Krypto-Unternehmen wieder den Gang an die Börse wagen. So feierte der Krypto-Verwahrer BitGo in diesem Jahr sein Börsendebüt in New York. Die Kursentwicklung nach dem Start zeigte jedoch, dass der Markt für Krypto-Aktien weiterhin anspruchsvoll bleibt.

Hohe Volatilität, regulatorische Unsicherheiten und schwankende Handelsvolumina prägen das Umfeld. Vor diesem Hintergrund dürfte Ledger Investoren nicht nur mit Wachstum, sondern vor allem mit Stabilität und einer überzeugenden Sicherheitsstrategie überzeugen müssen.

Fazit: Große Chancen, hohe Erwartungen

Mit dem geplanten Börsengang in New York setzt Ledger ein klares Zeichen. Das Geschäftsmodell profitiert von der wachsenden Bedeutung sicherer Krypto-Verwahrung, und die Umsatzzahlen sprechen für eine starke Marktposition. Gleichzeitig erhöhen frühere Sicherheitsvorfälle und das volatile Börsenumfeld den Erwartungsdruck. Ob Ledger die angestrebte Milliardenbewertung erreichen kann, wird davon abhängen, wie glaubwürdig das Unternehmen seine Sicherheitsstandards, seine Skalierbarkeit und seine Rolle im zunehmend regulierten Krypto-Markt darstellt.