Ethereum notiert aktuell bei rund 2.325 US$ und bewegt sich weiterhin in einer entscheidenden Phase. Während sich das Momentum im Markt zuletzt leicht verbessert hat, zeigen kurzfristige Daten ein anderes Bild. Eine erneute Bewegung zur Unterseite bleibt möglich.
Ethereum unter Druck: Warum eine Korrektur möglich bleibt
Ein Blick auf die aktuellen Marktdaten zeigt, dass sich zunehmend gehebelte Long-Positionen im Markt aufbauen. Das lässt sich unter anderem an der steigenden Funding Rate erkennen, die darauf hindeutet, dass viele Trader auf weiter steigende Kurse setzen. Gleichzeitig steigt das Open Interest weiter an. Das bedeutet, dass neue Positionen eröffnet werden, vor allem auf der Long-Seite. Solche Entwicklungen wirken auf den ersten Blick bullish, erhöhen aber gleichzeitig das Risiko für eine Gegenbewegung.
Zusätzlich zeigt sich ein klarer Unterschied zwischen Spot- und Derivate-Volumen. Während Derivate dominieren, bleibt die echte Nachfrage im Spot-Markt vergleichsweise schwächer. Das zeigt, dass die Bewegung aktuell stärker von spekulativen Positionen getrieben ist. Diese Kombination führt häufig dazu, dass der Markt zunächst in die entgegengesetzte Richtung läuft. In diesem Fall bedeutet das, dass eine Bewegung zur Unterseite wahrscheinlich bleibt, um überhebelte Positionen aus dem Markt zu nehmen.
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Ethereum-Kurs und Order-Flow-Daten
Liquidationszone auf der Unterseite rückt in den Fokus
Unterhalb des aktuellen Kurses befindet sich eine verstärkte Liquidationszone im Bereich von rund 2.250 bis 2.200 US$, die kurzfristig erneut angelaufen werden kann. Solche Bereiche lassen sich in der sogenannten Liquidation Heatmap erkennen, die zeigt, wo sich viele gehebelte Positionen im Markt befinden. Diese Zonen wirken häufig wie eine Art Magnet für den Kurs.
Der Grund liegt darin, dass sich dort viel Liquidität konzentriert. Für größere Marktteilnehmer und Market Maker sind diese Bereiche interessant, weil dort viele Stopps liegen und Positionen automatisch geschlossen werden. Wird eine solche Zone erreicht, werden Long-Positionen liquidiert, Stop-Loss-Orders ausgelöst und es entsteht zusätzliches Handelsvolumen.
Dieses Volumen kann gezielt genutzt werden, um eigene Positionen zu schließen oder neue aufzubauen. Deshalb ist häufig zu beobachten, dass der Markt gezielt in diese Bereiche läuft, die Liquidität abholt und erst danach eine neue Richtung einschlägt. Aus diesem Grund rückt die Unterseite aktuell wieder stärker in den Fokus.
ETH: Kurszonen: Liquidation-Heatmap. Quelle: CoinAnk
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