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Ethereum strebt 13-Sekunden-Bestätigungen mit einer neuen schnellen Bestätigungsregel an

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  • Das FCR von Ethereum verkürzt die Bestätigungszeit auf ~13 Sekunden und reduziert die Verzögerungen um bis zu 98 %.
  • Die neue Regel basiert auf Validator-Attestierungen und ersetzt die traditionellen Blocktiefenmethoden.
  • Ein eingebauter Rückfallplan gewährleistet Sicherheit und kehrt bei Fehlannahmen zur Endgültigkeit zurück.

Ethereum bereitet sich darauf vor, die Bestätigungszeiten für Transaktionen durch eine neu eingeführte Fast Confirmation Rule (FCR) zu verkürzen. Der Mechanismus ermöglicht es den Nutzern, eine Nicht-Rücksetzungsgarantie für Transaktionen innerhalb eines einzigen Slots unter definierten Netzwerkbedingungen zu erhalten.

Diese Entwicklung adressiert direkt langanhaltende Verzögerungen bei der Überbrückung von Vermögenswerten vom Ethereum-Mainnet zu Layer-2-Netzwerken und zentralisierten Börsen, bei denen Nutzer typischerweise mehrere Minuten auf Bestätigungen warten mussten.

Die Fast Confirmation Rule soll voraussichtlich die Einzahlungszeiten von Ethereum Layer-1- zu Layer-2-Netzwerken und -Exchanges auf etwa 13 Sekunden reduzieren. Dies entspricht einer geschätzten Reduktion von 80 % bis 98 % im Vergleich zu aktuellen Brückenverfahren, insbesondere bei Verwendung kanonischer, nicht prägender Brücken.

Das Update soll die Effizienz des Transaktionsflusses im gesamten Ökosystem verbessern, sodass Vermögenswerte schneller umgesetzt werden können und gleichzeitig die während der Transfers gebundene Kapital reduziert wird.

Die Änderung wird bereits von Konsens-Layer-Client-Teams umgesetzt und erfordert keinen Hard Fork. Sobald sie in die Client-Software integriert sind, beginnen die Knoten automatisch mit der Anwendung der Regel.

Darüber hinaus können Marktteilnehmer wie Börsen, Layer-2-Plattformen und Infrastrukturanbieter das System übernehmen, indem sie die Funktion aktivieren und schnell bestätigte Blöcke über bestehende Schnittstellen abfragen.

Sicherheitsmodell und operative Annahmen

FCR führt ein anderes Sicherheitsmodell ein als Ethereums wirtschaftliche Endgültigkeit. Während die Endgültigkeit unter Bedingungen der Netzwerkasynchronität die stärkste Garantie bietet und die gegnerische Kontrolle auf unter ein Drittel des Gesamtanteils begrenzt, arbeitet die Fast Confirmation Rule unter etwas strengeren Annahmen.

Außerdem geht die Regel davon aus, dass kein einzelner Gegner mehr als 25 % der insgesamt gestokenen ETH kontrolliert. Unter diesen Bedingungen gilt ein schnell bestätigter Block als nicht rückgängig. Wenn diese Annahmen nicht zutreffen, enthält das System einen Rückfallmechanismus, der die Bestätigung verzögert, bis genügend Attestationen gesammelt wurden, und letztlich im schlimmsten Fall zur Standardendgültigkeit zurückkehrt.

Attestationsbasierte Bestätigung ersetzt Tiefenheuristiken

Im Gegensatz zur weit verbreiteten „k-deep“-Methode, die Transaktionen basierend auf Blocktiefe bestätigt, bestimmt FCR die Bestätigung durch Auswertung von Validator-Attestationen. Die Knoten bewerten zunächst, ob ein Block ein ausreichendes Fork-Choice-Gewicht hat, und führen dann Robustheitsprüfungen durch, um sicherzustellen, dass er gültig bleibt und nicht einer Reorganisation unterliegt.

Diese Struktur ermöglicht eine schnellere Bestätigung, ohne sich auf probabilistische, tiefenbasierte Regeln zu verlassen. Die Regel verwendet außerdem Ethereums bestehendes „sicheres“ Block-Tag in JSON-RPC neu, sodass Infrastrukturanbieter wie RPC-Dienste das System ohne zusätzliche Änderungen unterstützen können.