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Der Geschäftsleiter von Avalanche erklärt, dass die Krypto-Branche erwachsen werden und reale Probleme lösen muss

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Was er sagt: Nahas erklärte Sam Ewen in CoinDesks Gen C, dass Avalanche ein Geschäftsinstrument und kein Krypto-Produkt ist. Er sagte, Unternehmen wünschen sich maßgeschneiderte Blockchain-Infrastrukturen, die Compliance-, geografische und betriebliche Anforderungen erfüllen.

Nahas verglich das Modell von Avalanche mit WordPress und argumentierte, dass Unternehmen in der Lage sein sollten, eine Blockchain ebenso „einzurichten“ wie sie Websites einrichten.

Er sagte, dass sich Avalanches Strategie von breiten Krypto-Narrativen hin zu „für Unternehmen gebaut“ und eingebetteter Finanzierung verlagert habe.

Das Ziel, so Nahas, besteht darin, Unternehmen entweder dabei zu helfen, durch Digitalisierung neue Umsätze zu generieren oder Kosten durch effizientere digitale Infrastrukturen zu senken.

Warum es wichtig ist: Die Diskussion zeigt, wie ein großes Kryptowährungsnetzwerk versucht, sich von spekulativer Token-Manie zu distanzieren und sich als Unternehmensinfrastruktur zu positionieren.

Nahas erklärte, dass ein Großteil der Kryptowährungen „Technologie um der Technologie willen“ sei, wobei nur wenige Produkte konkrete Kundenprobleme lösten.

Er argumentierte, dass Unternehmen ihre Abläufe nicht auf eine gemeinsame, universelle Blockchain zwingen möchten, wenn sie Datenschutz, spezifische Gebührenstrukturen oder regulatorische Kontrollen benötigen.

Diese Haltung spiegelt einen umfassenderen Branchenansatz wider, die zugrunde liegende Blockchain zu verbergen und stattdessen Ergebnisse zu verkaufen: schnellere Zahlungen, tokenisierte Vermögenswerte und neue Kundenerlebnisse.

Genauer Blick: Nahas erklärte, dass Avalanches ehemaliges „Subnetze“-Modell, das jetzt als Avalanche L1s neu gebrandet wurde, darauf ausgelegt ist, Unternehmen die Möglichkeit zu geben, souveräne Blockchains mit eigenen Validatoren und Regeln zu betreiben.

Er sagte, Avalanche habe mehr als 70 aktive L1s und strebe bis zum Jahresende etwa 200 an.

Er verwies auf Anwendungsfälle wie tokenisierte Aktien, digitale FIFA-Produkte, Grundbucheintragungen im Bergen County, New Jersey, sowie tokenisierte Asset-Programme in Japan.

Nahas sagte, dass die kombinierte L1-Aktivität von Avalanche etwa 40 Millionen Transaktionen pro Tag verarbeitet, wobei diese Transaktionen auf viele Ketten verteilt sind und nicht auf ein einziges Flaggschiff-Netzwerk konzentriert sind.

Zwischen den Zeilen lesen: Nahas äußerte sich unverblümt, dass die Kritiker der Kryptowährungen nicht völlig unrecht haben. Er sagte, dass ein großer Teil der Branche sich zu sehr auf Spekulationen, schwache Geschäftsmodelle und kurzfristige Schlagzeilen verlassen habe.

Er sagte, „der Token sei das Produkt“ vieler Projekte, was seiner Ansicht nach kein nachhaltiges Geschäftsmodell ist.

Nahas argumentierte, dass der Sektor noch nicht genügend echte „Killer-Apps“ hervorgebracht hat, die nur durch Blockchain ermöglicht werden können, wobei er jedoch andeutete, dass Stablecoins sich möglicherweise als eine davon herausbilden.

Er sagte auch, dass Unternehmenskunden bereits in Kryptowährungen investieren, aber oft mit dem, was sie sehen, unzufrieden sind, wenn Projekte mehr Wert auf Ankündigungen als auf die Umsetzung legen.

Was als Nächstes kommt: Nahas erklärte, dass klarere Regeln mehr institutionelle Aktivität ermöglichen könnten, selbst wenn sich der libertärere Flügel der Kryptowährungen gegen Regulierung wehrt.

Er sagte, viele Unternehmen möchten jetzt mit der Blockchain arbeiten, werden jedoch keine Schritte unternehmen, bis sie wissen, wo die rechtliche Grenze verläuft.

Zum Thema KI erklärte er, dass blockchain-basierte Zahlungsnetzwerke für agentische Systeme und Mikrozah-lungen an Bedeutung gewinnen könnten, wobei er den Avalanche-Partner Kite AI als Beispiel anführte.

Sein umfassenderes Argument lautet: Die erfolgreichen Krypto-Plattformen werden diejenigen sein, die weniger wie eine Ideologie agieren und mehr wie eine verlässliche Geschäfts-infrastruktur.