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Bitcoin rutscht auf $80K — starke Arbeitslosenmeldungen dämpfen Zinssenkungshoffnungen

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Bitcoin (BTC) ist auf rund $80,000 gefallen, nachdem niedriger als erwartete US-Erstanträge die Erwartungen verstärkten, dass die Federal Reserve die Zinsen länger erhöht halten könnte.

Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums lagen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche bis zum 2. Mai bei 200,000, unter der von Ökonomen verfolgten Prognose von 205,000.

Die Zahl folgte außerdem auf die in der Vorwoche revidierte Lesung von 190,000.

Die Märkte werteten den jüngsten Wert als weiteres Zeichen dafür, dass Entlassungen trotz strengerer Finanzbedingungen und anhaltendem Druck in mehreren Wirtschaftssektoren begrenzt bleiben.

Bitcoin erholte sich kurzzeitig über $81,500 am frühen heutigen Handel, nachdem es zuvor von einem Viermonatshoch nahe $82,750 gefallen war. Eine verbesserte geopolitische Stimmung half, die Risikoappetitstabilität zu unterstützen.

Die Handelsaktivität zog an, nachdem Meldungen veröffentlicht wurden, dass der Iran einen US‑Vorschlag für einen Waffenstillstand prüfe, der an die Wiederöffnung von Handelsrouten durch die Straße von Hormus gekoppelt sei. Dadurch ließen Sorgen über mögliche Unterbrechungen der Ölversorgung nach, die die globalen Märkte belastet hatten.

Berichte zum vorgeschlagenen Rahmen deuteten darauf hin, dass das Abkommen Bestimmungen zur maritimen Zugänglichkeit und zu einem Waffenstillstand enthalte, während Verhandlungen über Irans Atomprogramm offenbar für spätere Gespräche verschoben wurden.

US‑Präsident Donald Trump erklärte später, dass noch keine endgültige Einigung erzielt worden sei, und warnte, militärische Operationen könnten sich verschärfen, falls Teheran den Vorschlag ablehne.

Starke Arbeitsmarktdaten dämpfen Hoffnungen auf Zinssenkungen

Stärkere Arbeitsmarktdaten haben wiederholt die Erwartungen für ein zeitnahes Zinssenkungsprogramm der Federal Reserve reduziert, die Treasury‑Renditen nach oben gedrückt und damit Druck auf spekulative Anlagewerte wie Bitcoin ausgeübt.

Einen ähnlichen Effekt gab es im Februar, nachdem ein stärker als erwartet ausgefallener US‑Nonfarm‑Payrolls‑Bericht einen Rückzug am Kryptomarkt auslöste und Bitcoin unter $67,000 schickte.

Neue Erstantragsdaten fügten dieser Erzählung weiteren Stoff hinzu. Mitte April lagen die Erstanträge bei 207,000 gegenüber erwarteten 213,000; daraufhin fiel Bitcoin unmittelbar nach Veröffentlichung von rund $75,000 auf etwa $74,600, stabilisierte sich aber später wieder.

Analysten führten den Rückgang damals auf die Sorge zurück, ein resilienter Arbeitsmarkt könnte Zinssenkungen der Federal Reserve verzögern.

Die aktuelle Marktbepreisung deutet darauf hin, dass Investoren weiterhin darauf achten, ob sich die Inflationsdaten ausreichend abschwächen, um die Stärke des Arbeitsmarktes auszugleichen.

Bitcoin könnte eine Phase seitlicher Konsolidierung erleben, während Händler diese widersprüchlichen makroökonomischen und geopolitischen Signale abwägen.

Während die Entspannung im Nahen Osten eine notwendige Basis für Risikobereitschaft schafft, wirkt die Realität länger anhaltend höherer Zinsen als dauerhafte Obergrenze für Kurssteigerungen.

Marktteilnehmer richten ihren Blick nun weitgehend auf den bevorstehenden Verbraucherpreisindex (CPI), um zu prüfen, ob die Inflation ausreichend abkühlt, um eine geldpolitische Richtungsänderung zu rechtfertigen – unabhängig von der Stärke des Arbeitsmarktes.

Bitcoin könnte zusätzliche Volatilität erleben, falls das diplomatische Fenster bezüglich des Iran‑Waffenstillstands ohne formelle Einigung schließt.

Ein Scheitern der Gespräche würde wahrscheinlich zu einem Wiederanstieg der Ölpreise führen und Investoren in die Sicherheit des US‑Dollars treiben, was den digitalen Vermögenswert möglicherweise in Richtung der nächsten wichtigen Unterstützungszone bei rund $78,000 drücken würde.

Andererseits könnte eine bestätigte Einigung zur Wiederöffnung der Straße von Hormus den nötigen Aufwärtsimpuls für Bitcoin liefern, um seine jüngsten Höchststände erneut anzulaufen, da das Entfallen eines bedeutenden globalen Lieferkettenrisikos traditionell spekulatives Wachstum begünstigt.

Zum Redaktionsschluss lag der Bitcoin‑Kurs in den letzten 24 Stunden rund 2% im Minus und notierte bei $80,226.