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Pete Hegseth: US-Kriegsministerium stellt sicher, dass die USA bei Bitcoin führend sind

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In der vergangenen Woche sorgten die Aussagen von US-Navy-Admiral Samuel Paparo zu Bitcoin bereits für Aufsehen. Der Oberbefehlshaber des United States Indo-Pacific Command (INDOPACOM) bezeichnete BTC vor dem Senatsausschuss für Streitkräfte als wichtiges IT-Werkzeug für Cybersicherheit sowie als Mittel zur Machtprojektion.

In einer darauffolgenden Anhörung gab der 4-Sterne-Admiral dann auch noch zum Besten, dass die US-Navy im Rahmen von Experimenten zur Absicherung von Netzwerken eine eigene Bitcoin-Node betreibt. Mining-Aktivitäten gebe es aber noch nicht, fügte Paparo hinzu.

Pete Hegseth bei Anhörung über Bitcoin

Am Mittwoch dieser Woche gab es schließlich auch eine Anhörung vor dem Verteidigungsausschuss des Repräsentantenhauses mit Pete Hegseth, dem Verteidigungs- beziehungsweise offiziell inzwischen „Kriegsminister“ der USA. Dabei wurde der 45-Jährige, der laut seiner finanziellen Auskunft vom Januar 2025 15.001 bis 50.000 US-Dollar in Bitcoin hält, gegen Ende auch auf Paparos Aussagen angesprochen.

Zunächst erklärte der Fragesteller, der Kongressabgeordnete Lance Gooden, dass sich Bitcoin von einem Randphänomen zu einer Frage nationaler Sicherheit entwickelt habe. Hierbei führte er unter anderem an, dass der Iran anscheinend Mautgebühren für die Passage der Straße von Hormus in Bitcoin verlangt.

Gooden sprach außerdem Gerüchte an, laut denen China „erhebliche Bitcoin-Bestände“ anhäufen würde. Dafür gibt es zwar keine Bestätigungen, doch auch bei der Anhörung Paparos wurde sich auf die vermeintlichen Bemühungen Chinas bezogen, in dem Bereich führend zu sein.

Im vergangenen Jahrzehnt hat sich Bitcoin von einem Randphänomen zu einer Frage der nationalen Sicherheit entwickelt. Der Iran hat Bitcoin als Mautgebühr für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus verlangt. Nordkoreanische Cyberakteure haben es in Ransomware-Kampagnen eingesetzt, und China soll im Rahmen einer strategischen Reserve erhebliche Bestände anhäufen.
Der Fragesteller Lance Gooden

Die Frage lautete schließlich, ob Pete Hegseth den Aussagen von Paparo zustimmt und sichergestellt wird, dass sich die USA hierbei von China nicht den Rang ablaufen lassen:

Erst vergangene Woche erklärte INDOPACOM-Kommandeur Admiral Paparo, dass Bitcoin direkte Auswirkungen auf die Machtprojektion hat, und er merkte an, dass INDOPACOM im Rahmen dieser Mission einen Knotenpunkt im Bitcoin-Netzwerk betreibt. Herr Secretary, teilen Sie die Ansicht, dass Bitcoin ein Werkzeug zur Machtprojektion ist, und gibt es abteilungsweite Initiativen, um sicherzustellen, dass die USA einen strategischen Vorteil bei Bitcoin erlangen und Chinas digitalem Autoritarismus entgegenwirken?
Der Fragesteller Lance Gooden

Der von US-Präsident Donald Trump nominierte „Kriegsminister“ bejahte beide Fragen und fügte hinzu, dass er schon lange ein Bitcoin- beziehungsweise Krypto-Enthusiast sei:

Nun, meine kurze Antwort wäre: ja und ja. Ich bin seit Langem ein Enthusiast des Bitcoin- und Krypto-Potenzials, und vieles von dem, was wir tun – ob zur Förderung oder zum Umgang damit – sind klassifizierte Maßnahmen, die derzeit innerhalb unseres Ministeriums laufen und uns in vielen verschiedenen Szenarien erheblichen Hebel verschaffen.
Pete Hegseth in der Anhörung

Der „Kriegsminister“ der USA, @PeteHegseth, wurde auf die Aussagen von US-Navy-Admiral Paparo angesprochen und stimmte zu, dass Bitcoin ein Tool zur „Machtprojektion“ sei und die USA in dem Bereich einen strategischen Vorteil haben sollten. 🇺🇸👀 pic.twitter.com/CaGZJIzb4D

— Blocktrainer (@blocktrainer) April 30, 2026

USA erkennen strategische Relevanz von Bitcoin

Aussagen wie diese von „Kriegsminister“ Pete Hegseth verdeutlichen, dass ein Richtungswechsel bei der Wahrnehmung des Bitcoin-Netzwerks stattgefunden hat – zumindest in den Vereinigten Staaten und anderen technologieoffenen Nationen.

Die USA unter dem selbsternannten „Krypto-Präsidenten“ Donald Trump haben das offen kommunizierte Ziel, sich den Sektor zunutze zu machen und dort gegenüber den Konkurrenten – insbesondere China – führend zu sein.

Abseits einer strategischen Bitcoin-Reserve, zu der Trump bereits ein Dekret unterzeichnet hat, bleibt jedoch noch offen, wie genau sich eine Nation Bitcoin zur Machtprojektion zunutze machen kann. Weder Paparo noch Hegseth nannten konkrete, eingängige Beispiele.

Es dürfte spannend zu sehen sein, welche Maßnahmen noch auf Regierungsebene ergriffen werden, um sicherzustellen, dass die USA hinsichtlich Bitcoin eine Vorreiterrolle einnehmen beziehungsweise diese sichern.

America will be the Bitcoin superpower of the world.

The Golden Age of America has BEGUN! pic.twitter.com/HUQsNYfUiP

— The White House (@WhiteHouse) March 8, 2025

Patrick Witt, der Exekutivdirektor des „Presidential Council of Advisers on Digital Assets“, teilte auf der Bitcoin-Konferenz in Las Vegas mit, dass es in den kommenden Wochen eine wichtige Mitteilung zur strategischen Bitcoin-Reserve der USA geben werde.

Aus dem von Hegseth geführten Verteidigungs- beziehungsweise Kriegsministerium gab es derweil noch keine konkreten Bitcoin-bezogenen Schritte, über die die Öffentlichkeit informiert wurde.