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Bitcoin übertrifft ungewöhnlich Gold, da eine restriktive Fed und Ölpreise die Risikoaversion befeuern

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Bitcoin BTC$70.235,48 übertrifft ungewöhnlicherweise Gold, obwohl steigende Ölpreise und restriktive Signale der US-Notenbank Federal Reserve die Risikoscheu an den Finanzmärkten verstärken.

Gold, traditionell ein Wertspeicher und sicherer Hafen in Zeiten der Unruhe, ist seit Mitternacht UTC um 2 % gefallen, während die größte Kryptowährung nur die Hälfte dieses Betrags verloren hat. Die Performance hat das Verhältnis zwischen den beiden innerhalb von 24 Stunden um 1 % steigen lassen, und ein Bitcoin kauft nun etwa 15 Unzen Gold.

Ein Teil der Gründe für das unerwartete Handelsmuster liegt im Goldanstieg im Februar. Bevor der Nahostkonflikt Ende des Monats begann, hatte es bereits einen Gewinn von 90 % über den Verlauf eines Jahres erzielt und wurde auf einem Rekordhoch gehandelt. Dies führte zu einer Überkauftheit, wodurch die Rallye schwer aufrechtzuerhalten war, selbst als sich die geopolitische Lage verschärfte.

Seit Beginn des Krieges haben sich die Entwicklungen von Bitcoin – von einigen Befürwortern als digitales Gold betrachtet – und des Edelmetalls auseinanderentwickelt. Bitcoin gehört zu den stärksten Vermögenswerten außerhalb des Energiesektors, nachdem es seit Oktober um 50 % gefallen ist und dadurch überverkauft wurde. Gold liegt nun etwa 17 % unter seinem Höchststand im Januar und nähert sich damit zunehmend dem Bärenmarktgebiet.

Der makroökonomische Hintergrund verstärkt den Druck. Der Federal Reserve äußerte sich in den Kommentaren am Mittwoch mit einem restriktiveren Ton als erwartet und widersprach damit den Markterwartungen auf bevorstehende Zinssenkungen in der größten Volkswirtschaft der Welt.

Dies hat die Risikoanlagen belastet, wobei die US-Aktien im vorbörslichen Handel niedriger notieren und der Invesco QQQ Exchange Traded Fund, der den Nasdaq 100 Index abbildet, am Donnerstag um 0,5 % gefallen ist. Auch krypto-bezogene Aktien haben nachgegeben, wobei Strategy (MSTR), Galaxy Digital (GLXY) und Coinbase (COIN) im vorbörslichen Handel alle gefallen sind.

Gleichzeitig hat der Krieg mit dem Iran den Brent-Rohölpreis in den letzten 24 Stunden um mehr als 6 % auf rund 117 US-Dollar pro Barrel steigen lassen. Die sich weiter öffnende Lücke zwischen Brent und West Texas Intermediate, nun die größte seit 2013, signalisiert globale Lieferunterbrechungen und logistische Engpässe, was den Inflationsdruck erhöht und den Ausblick für die Zentralbanken erschwert.