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Bitcoin-ETF-Serie nähert sich Oktober-Tempo, liegt beim Gesamtvolumen aber deutlich zurück

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  • US-Spot-Bitcoin-ETFs nahmen am Montag 199,4 Millionen Dollar auf und bringen die Sieben-Tage-Serie auf rund 1,2 Milliarden Dollar.
  • Das Tempo erinnert an Oktober 2025, doch die Gesamtzuflüsse liegen weiterhin weit unter den damals rund 6 Milliarden Dollar.

Die Zuflüsse in US-Spot-Bitcoin-ETFs laufen wieder in Serie, aber noch nicht in der Größenordnung, die den Markt im Oktober 2025 geprägt hat. Am Montag kamen nach SoSoValue-Daten 199,4 Millionen US-Dollar hinzu. Damit summiert sich die aktuelle Sieben-Tage-Strecke auf rund 1,2 Milliarden Dollar.

Sieben Tage Zuflüsse, das Gefühl von Oktober ist da

Für den Markt ist weniger der einzelne Tag entscheidend als die Stetigkeit. Sieben Tage am Stück Zuflüsse sind ein Signal, dass die Käuferseite nicht nur aus kurzfristigen Trades besteht, sondern aus wiederkehrender Allokation. In der Praxis bedeutet das: Es gibt eine Quelle, die Angebot aufsaugt, selbst wenn Spot-Märkte zwischenzeitlich wackeln.

Bitcoin handelt aktuell um 74.000 Dollar, und viele Händler lesen die ETF-Ströme als Rückenwind für diese Stabilität. ETFs sind nicht die einzige Variable, aber sie sind inzwischen der sichtbarste Kanal, über den institutionelles Geld in den Spotmarkt tropft, ohne dass es sich direkt in Exchange-Orderbüchern zeigen muss.

Warum die Summe trotzdem hinter 2025 zurückbleibt

Die Einschränkung ist wichtig. Die aktuellen 1,2 Milliarden Dollar in sieben Tagen sind klar positiv, aber sie liegen weit unter dem Oktober-Run 2025, als sich die Zuflüsse in der Spitze auf rund 6 Milliarden Dollar summierten. Damals war es eine breitere Bewegung, mit mehr Momentum und mehr „neuem“ Kapital, das sichtbar in die Produkte drängte.

Dass der Markt heute darunter bleibt, kann mehrere Gründe haben. Ein Teil ist schlicht Timing. Viele große Anleger gehen in Tranchen rein, statt zu jagen. Ein anderer ist die Makrolage, die weiterhin zwischen Zinserwartungen, Risikoappetit und geopolitischem Lärm pendelt.

Trotzdem ist die Serie selbst ein Datenpunkt, den man nicht kleinreden sollte. Wenn ETFs Tag für Tag positive Nettozuflüsse sehen, entsteht ein Basiseffekt. Nicht spektakulär, aber zäh. Und genau diese Zähigkeit war zuletzt oft das, was Bitcoin über kritische Levels getragen hat.