Nächste Woche wird spannend. Innerhalb von drei Tagen geben sieben große Zentralbanken ihre Zinsentscheidungen bekannt, darunter die Federal Reserve, die EZB, die Bank of England und die Bank of Japan.
Normalerweise reicht eine Zinsentscheidung, um die Märkte zu bewegen. Jetzt stehen gleich sieben an, mitten in einem Krieg, der die Ölpreise und Inflationserwartungen durcheinanderbringt.
Sieben Entscheidungen in drei Tagen
Die Reihe beginnt am 17. März mit der Reserve Bank of Australia. Einen Tag später folgen die Bank of Canada und die Federal Reserve. Am 19. März schließen die Bank of Japan, die Swiss National Bank, die Bank of England und die Europäische Zentralbank die Woche ab. Sieben Zentralbanken in drei Tagen sind außergewöhnlich und machen die nächste Woche zu einer der wichtigsten des Jahres für die Finanzmärkte.
Bis vor kurzem gingen Anleger davon aus, dass die Zinsen in diesem Jahr allmählich sinken würden. Diese Aussicht war günstig für Bitcoin (BTC) und andere risikoreiche Anlagen. Niedrigere Zinsen bedeuten günstigeres Geld, das in Anlagen mit höherer Rendite fließt.
Krieg als Störfaktor
Der Krieg rund um Iran hat dieses Bild verändert. Die Energiepreise sind stark gestiegen und schüren erneut Inflationsängste. Wenn Zentralbanken befürchten, dass die Inflation wieder anzieht, werden sie vorsichtiger mit Zinssenkungen. Im schlimmsten Fall ziehen sie sogar Zinsanhebungen in Betracht.
Genau dieses Szenario fürchten Kryptoinvestoren. Höhere Zinsen machen sichere Anlagen wie Anleihen und Sparkonten attraktiver. Geld fließt dann aus risikoreichen Anlagen ab. Bitcoin ist dafür besonders anfällig.
Die Fed hat das größte Gewicht
Von den sieben Entscheidungen ist die der Federal Reserve bei weitem am einflussreichsten. Der Dollar ist die Weltreservewährung und die Fed-Politik beeinflusst alle Märkte. Auch die Bank of Japan und die Bank of England sind wichtig, da ihre Zinspolitik enorme internationale Kapitalströme in Bewegung setzen kann.
Laut dem Ökonomen Ethan Harris reagiert die Fed in solchen Situationen meist abwartend. Ein steigender Ölpreis bremst das Wirtschaftswachstum und erhöht gleichzeitig die Inflation. Die Fed will zunächst abwarten, welcher Effekt schwerer wiegt. Vor allem, da solche Schocks oft nur vorübergehend sind.
Für Bitcoin bedeutet das voraussichtlich keine Überraschung von der Fed selbst, aber der Ton und die Aussichten sind entscheidend. Signalisiert die Fed, dass Zinssenkungen in diesem Jahr vom Tisch sind, könnte das den Markt belasten. Gibt die Fed hingegen an, dass der Ölschock nur vorübergehend ist und der Weg zu niedrigeren Zinsen intakt bleibt, könnte das Bitcoin beflügeln.
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