Die Öl-Futures stiegen am Montag über 110 US-Dollar pro Barrel, da eskalierende Spannungen im Nahen Osten die globalen Märkte verunsicherten und die asiatischen Aktienmärkte deutlich nachgaben, wobei alle Märkte der Region tief im Minus eröffneten, während Bitcoin stabil nahe 67.000 US-Dollar blieb.
West Texas Intermediate Rohöl stieg innerhalb von 24 Stunden um rund 17 %. Der Nikkei 225 in Japan fiel um mehr als 6 % und der Kospi in Südkorea sank um etwa 8 %, da Händler die Energiekosten in importabhängigen Volkswirtschaften neu bewerteten.
Die Rallye konzentriert sich auf das Risiko, dass Kämpfe die Öllieferungen in der Nähe der Straße von Hormus einschränken könnten, dem Engpass, durch den täglich etwa 20 % der weltweiten Rohölversorgung fließen. Prognosemärkte auf Polymarket sehen eine Wahrscheinlichkeit von 76 %, dass der Rohölpreis bis Ende März 120 USD erreicht.
Bitcoin notierte um die 67.000 US-Dollar ohne Anzeichen von Panikverkäufen. Ether und Solana verzeichneten moderate Gewinne, was darauf hindeutet, dass die Kryptomärkte den Anstieg bisher eher als energiespezifischen Schock denn als breit angelegtes Risk-off-Ereignis eingestuft haben.
Nicht alle Trader sind davon überzeugt, dass die Bewegung nachhaltig ist. Die Finanzierungssätze für Öl-Perpetual-Futures wurden bei Hyperliquid negativ, was auf eine signifikante Positionierung auf einen Rücksetzer hindeutet, obwohl die Spotpreise steigen.
Die Märkte sehen weiterhin nur geringe Chancen für eine bevorstehende Zinssenkung.
Kontrakte auf Polymarket zeigen eine etwa 98%ige Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve die Zinsen bei ihrer Sitzung am 18. März unverändert lässt, mit nur etwa 12%iger Chance auf eine Zinssenkung um 25 Basispunkte bis Ende April.
Eine anhaltende Rallye bei Rohöl würde die Inflationsdruck verstärken, was die Fed bei der Festlegung der Zinssätze berücksichtigen müsste.
crypto-news-flash.com