de

Kann der Cardano-Kurs (ADA) mit bullischem 90%-Ausbruch das schwache Februar-Muster durchbrechen?

image
rubric logo Analytics
hodl like 3

Der Cardano-Kurs startet im Februar an einem unangenehmen, aber spannenden Punkt. Januar wird voraussichtlich mit einem Plus abgeschlossen, $ADA liegt etwa 5,5 Prozent im Monat im Plus und folgt damit fast exakt dem historischen Januar-Durchschnitt. Das klingt auf den ersten Blick gut. Allerdings lässt die Dynamik im Februar nach. In den letzten sieben Tagen ist der Cardano-Kurs etwa 4 Prozent gefallen. Das zeigt eher Unsicherheit als Stärke.

Die Vergangenheit macht zusätzlich Druck. Durchschnittlich ist der Februar für Cardano ein schwacher Monat. Das führt zu einem klaren Widerspruch: Die Saisondaten zeigen nach unten, aber der Kursverlauf sieht ein wenig besser aus. Die Frage ist nicht, ob Cardano heute stark wirkt. Das ist nicht der Fall. Entscheidend ist, ob die technischen Entwicklungen den negativen Verlauf der Geschichte überwinden können.


Cardano: Schwacher Februar trifft auf spannende Falling-Wedge-Formation

Zuerst schauen wir auf die historischen Daten. Im Februar liegt der durchschnittliche Zugewinn von Cardano bei minus 9,5 %, im Januar sind es plus 5 %. Das zeigt, weshalb der Januar oft besser läuft und der Februar diese Gewinne häufig wieder auslöscht.

Cardano-Kurs-Verlauf
Cardano-Kurs-Verlauf: CryptoRank

Die Kursstruktur macht jedoch Hoffnung.

Auf dem Zwei-Tages-Chart bewegt sich der Cardano-Kurs seit Ende Oktober in einem fallenden Keil. Ein fallender Keil entsteht, wenn die Kurse tiefere Hochs und tiefere Tiefs bilden, aber der Abstand dazwischen immer kleiner wird. Dieses Muster bedeutet oft, dass der Verkaufsdruck nachlässt.

Das mögliche Aufwärtspotenzial ergibt sich aus der Messung des breitesten Teils des Keils, vom ersten Tief bis zum dicksten Bereich, und diese Strecke wird nach oben angelegt. Daraus ergibt sich ein mögliches Plus von rund 90 Prozent. Dies ist eine Maximal-Prognose und keine sichere Vorhersage. Es gilt auch nur, wenn der Keil nach oben durchbrochen wird.

Auch die Dynamik spricht teilweise dafür.

Zwischen dem 21. November und dem 25. Januar hat der Cardano-Kurs ein tieferes Tief gemacht. Im gleichen Zeitraum ist der Relative Strength Index (RSI) auf ein höheres Tief gestiegen. Der RSI misst, wie stark das Kauf- oder Verkaufsinteresse ist. Wenn der Kurs schwächer wird, der RSI aber anzieht, verlieren die Verkäufer an Kontrolle.

Bullische Struktur
Bullische Struktur: TradingView

Diese bullische Divergenz zeigt sich auf dem Zwei-Tages-Chart. Dennoch bleibt es erst mal bei der Hoffnung auf eine Erholung, nicht auf eine echte Umkehr. Dafür müsste der $ADA-Kurs über die obere Trendlinie des Keils steigen. Struktur und Dynamik passen zusammen, die Bestätigung fehlt aber noch.

Daraus ergibt sich direkt die nächste Frage: Gibt es genug Nachfrage, damit $ADA tatsächlich ausbricht?


Spot-Käufe und CMF steigen, doch laut Historie bleibt die Stärke aus

Das Verhalten am Spotmarkt erklärt, warum der Kurs stagniert.

Im Januar gab es bei Cardano meistens konstante Nettokäufe. Das hat geholfen, das Monatsplus von fünf Prozent zu erreichen. Allerdings zählt bei allen Käufen die Höhe mehr als die Richtung. Die stärksten Spot-Zuflüsse in dieser Phase gab es im August. Damals erreichten die Nettokäufe fast 40,5 Mio. USD. Zu dieser Zeit lag der $ADA-Kurs nahe bei 1 USD.

Im Januar gab es als größte kurzfristige Bewegung einen Abfluss von 3 Mio. USD. Das ist fast zehnmal weniger als im August. So sieht Teilnahme, aber keine echte Überzeugung aus.

<span class=$ADA-Spot-Aktivität">
$ADA-Spot-Aktivität: Coinglass

Auch der Chaikin Money Flow (CMF) zeigt ein ähnliches Bild. Der CMF zeigt, ob Großanleger akkumulieren oder verkaufen. Vom 5. bis zum 25. Januar stieg der CMF an, während der Kurs nach unten zog. Das ist eine bullische Divergenz und deutet darauf hin, dass das große Geld mehr Interesse an $ADA hat.

Trotzdem ist der CMF-Wert noch unter null, also sind die Zuflüsse insgesamt noch schwächer als die Abflüsse. Im August erreichte CMF etwa 0,16. Jetzt liegen die Werte aber viel tiefer. Es gibt Verbesserungen, aber noch keine echte Stärke.

Großes Geld kommt rein
Großes Geld kommt rein: TradingView

Das erklärt, warum Cardano aktuell keinen Sprung macht. Käufe gibt es, aber sie haben keinen Schwung. Wenn die Geschichte überwunden werden soll, muss noch mehr passieren. Damit rücken auch Derivate in den Fokus.


So beeinflussen Positionierung und Kursmarken den Cardano-Kurs im Februar

Die Positionierung bei Derivaten bringt die fehlende Bewegung.

Auf Gate’s $ADA-Perpetual-Markt zeigen die Daten der letzten 30 Tage ungefähr 166,7 Mio. USD an Short-Leverage im Vergleich zu etwa 89 Mio. USD bei Long-Leverage. Es gibt also fast doppelt so viele Shorts wie Longs. Dadurch entsteht eine Verwundbarkeit. Steigt der Cardano-Kurs, müssen Short-Verkäufer ihre Positionen zurückkaufen. Das gibt der Aufwärtsentwicklung weiteren Schwung.

Wichtige Liquidationsbereiche
Wichtige Liquidationsbereiche: Coinglass

Bestimmte Kursmarken sind für den weiteren Verlauf wichtig.

  • 0,374 USD ist der erste Hinweis. Ein Anstieg über diese Marke setzt die Short-Positionen unter Druck.
  • 0,437 USD ist noch wichtiger. Ein Durchbruch hier könnte alle bestehenden Short-Leverage auflösen.
  • 0,543 USD ist die entscheidende Marke. Sie liegt am oberen Rand der fallenden Keil-Formation. Schließt der Kurs zwei Tage darüber, ist der Ausbruch bestätigt. Dann ist die 90-Prozent-Projektion möglich.
Cardano Kursanalyse
Cardano Kursanalyse: TradingView

Das Risiko ist ebenfalls klar. Ein zweitägiger Schlusskurs unter 0,329 USD würde die Keilstruktur schwächen. Dies könnte mit dem traditionell schwachen Februar-Mittelwert bei Cardano zusammenfallen und das bullische Setup ungültig machen.

Der Beitrag Kann der Cardano-Kurs ($ADA) mit bullischem 90%-Ausbruch das schwache Februar-Muster durchbrechen? erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.