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VeChain startet neues Relayer-Feature auf VeBetter

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  • VeChain hat auf VeBetter ein Relayer-Feature eingeführt, das Voting und Reward-Claims automatisiert.
  • Relayer erhalten dafür bis zu 10 % der beanspruchten Rewards und schaffen damit ein neues Anreizmodell für Apps, Entwickler und Community-Mitglieder.

VeChain hat auf VeBetter ein neues Relayer-Feature eingeführt, das die wöchentliche Stimmabgabe und den Erhalt von Rewards automatisieren soll. Das VeBetter-Ökosystem profitiert davon, weil damit auch ein neues Anreizmodell für Apps, Entwickler und Community-Mitglieder entsteht, die die Aufgabe als Relayer übernehmen. In einem X-Post vom 13. März schrieb VeChain:

„Aktivieren Sie die automatische Abstimmung und lassen Sie die Community die wöchentlichen Abstimmungen und Prämienansprüche in Ihrem Namen verwalten, einschließlich aller $VTHO-Kosten, um eine optimale Prämieneffizienz auf VeBetter zu gewährleisten.“

Zugleich warb die VeChain-Stiftung um neue Betreiber. Laut der offiziellen Dokumentation übernimmt ein Relayer nach Aktivierung sowohl die wöchentliche Stimmabgabe als auch das spätere Claiming der Rewards. Dafür erhält er eine Gebühr von 10 % auf die wöchentlich beanspruchten Rewards, gedeckelt auf 100 B3TR pro Woche. VeBetter begründet das mit den operativen Kosten:

„Der Dienst überwacht alle Automatisierungsnutzer und verarbeitet Transaktionen automatisch in ihrem Namen. Die 10%-Gebühr, gedeckelt auf 100 B3TR, deckt die Gaskosten und sorgt jede Woche für eine zuverlässige, freihändige Automatisierung.“

Für die Teilnahme gibt es jedoch Voraussetzungen. So müssen zum Zeitpunkt des Snapshots mindestens 1 VOT3 im Wallet liegen, drei nachhaltige Aktionen absolviert worden sein, mindestens eine wählbare App ausgewählt sein, und es darf keine Bot-Markierung durch einen App-Betreiber vorliegen. Wer während einer laufenden Runde aktiviert, profitiert zudem nicht sofort; die Automatisierung greift erst ab der nächsten Runde.

Wie VeChains Relayer bezahlt werden

Auf der anderen Seite stehen die Relayer. Die Docs beschreiben sie als Dienste, die für Nutzer mit aktivierter Automatisierung abstimmen, Rewards claimen und dafür einen Anteil am Gebührenpool erhalten. Offen steht diese Rolle laut VeBetter grundsätzlich jedem:

„Jeder kann Relayer werden: Apps, Community-Mitglieder, Entwickler. Die Registrierung ist offen — man muss lediglich registerRelayer() im Vertrag des RelayerRewardsPool aufrufen.“

Die Verteilung der Einnahmen erfolgt nicht pauschal, sondern nach Arbeitsleistung. Für eine abgegebene Stimme gibt es drei gewichtete Punkte, für einen Reward-Claim einen Punkt, für einen vollständig bedienten Nutzer also insgesamt vier Punkte. Der gemeinsame Pool wird am Ende der Runde proportional zu diesen Punkten aufgeteilt. In den Unterlagen nennt VeBetter ein Beispiel mit 1.000 B3TR im Pool, von denen ein Relayer mit 200 von insgesamt 800 gewichteten Punkten 250 B3TR erhalten würde.

Die VeChain-Stiftung argumentiert zudem, dass Anwendungen durch die Relayer-Rolle von einem Modell, in dem sie für Aufmerksamkeit oder Vote-Flow zahlen, in ein Modell wechseln könnten, in dem sie Votes ausführen und zusätzlich Gebühren verdienen.

Untermauert wird das durch die Profitabilitätsrechnung der Node-Dokumentation: Pro Nutzer und Runde veranschlagt VeBetter Kosten von rund 6,49 $VTHO beziehungsweise etwa 0,11 B3TR, während ein durchschnittlicher Nutzer laut Docs 90 bis 190 B3TR pro Runde verdient. Bei 10 % Gebühr würden damit 9 bis 19 B3TR pro Nutzer in den Pool fließen.

Damit startet VeChain auf VeBetter kein bloßes Komfort-Update, sondern ein Governance- und Incentive-Modul mit klaren ökonomischen Folgen. Noch ist das System laut Dokumentation in der MVP-Phase und damit veränderbar.