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IOTA plant TWIN-Ausbau auf sieben Länder bis Jahresende

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  • $IOTA will seine Handelsinfrastruktur TWIN bis Ende des Jahres auf rund sieben Länder ausweiten.
  • Im Fokus stehen die Digitalisierung von Lieferketten, Handelsfinanzierung und Zahlungen.

$IOTA will seine Handelsinfrastruktur TWIN in diesem Jahr auf insgesamt rund sieben Länder ausweiten. Das sagte Mitgründer Dom Schiener in einem nachträglich veröffentlichten Videointerview nach dem World Crypto Forum in Südkorea. Im Zentrum steht dabei die Digitalisierung grenzüberschreitender Lieferketten, Handelsfinanzierung und Zahlungen.

Wird $IOTA zum SWIFT des globalen Welthandels?

Schiener sieht in TWIN die Antwort auf ein strukturelles Problem des Welthandels ein: Noch immer laufen zentrale Prozesse zwischen Unternehmen, Häfen, Zollbehörden und Finanzinstituten über Papier:

„Wir sind seit zehn Jahren am Markt und haben in vielen verschiedenen Branchen und Anwendungsfällen gearbeitet. Den größten Nutzen von Blockchain haben wir im grenzüberschreitenden Handel gefunden, weil es dort klare Probleme beim gegenseitigen Vertrauen zwischen Ländern gibt und keinen Standard für digitale Datenlösungen. Deshalb basiert die Handels- und Lieferketteninfrastruktur bis heute auf Papierdokumenten.”

Und Schiener hat eine große Vision. TWIN solle nicht nur einzelne Prozesse digitalisieren, sondern sich als globale Basisschicht für den Handel etablieren.

„Unser Fokus mit TWIN ist es, das SWIFT des globalen Handels zu werden. Wir machen es für Länder, Unternehmen und Finanzinstitute möglich, tatsächlich in einem globalen Kontext zu exportieren. Genau darin sehen wir unsere Rolle.”

Den Ursprung dieser Strategie liegt in einem Projekt in Kenia. Die $IOTA Foundation hat dort vor rund fünf Jahren damit begonnen, Handelsinfrastruktur zu digitalisieren. Aus dem Erfolg dieses Projekts sei die Einsicht entstanden, dass der globale Handel das größte Problemfeld sei, das $IOTA mit seiner Technologie lösen könne:

„Aus dem Erfolg dieses Projekts wurde uns klar, dass der globale Handel das größte Problem ist, das wir lösen können. Gleichzeitig haben wir erkannt, dass wir das nicht allein schaffen. Deshalb haben wir unterschiedliche Partner zusammengebracht, darunter das Tony Blair Institute, das World Economic Forum, Trademark Africa und weitere große NGOs und Vordenker im Handel.”

Aus dieser Zusammenarbeit sei die TWIN Foundation in Genf hervorgegangen, die derzeit unter dem Dach des Weltwirtschaftsforums gehostet werde. Ihre Aufgabe sei es laut Schiener, weitere Regierungen und institutionelle Partner an Bord zu holen und Länder schrittweise onchain zu bringen.

Diese Länder stehen im Fokus

Schiener bezifferte die Finanzierungslücke im Trade-Finance-Markt auf 2,5 Billionen Dollar. In Afrika und im Vereinigten Königreich arbeitet $IOTA bereits daran, physische Vermögenswerte wie kritische Mineralien, Rohstoffe und Handelsforderungen zu tokenisieren und dadurch finanzierbar zu machen. Ziel ist es, kleineren und mittleren Unternehmen ebenso wie größeren Firmen besseren Zugang zu Finanzierung zu verschaffen.

Als praktisches Beispiel nannte Schiener den Exportprozess in Kenia. Händler müssten Unterlagen nicht länger ausdrucken und physisch an Behörden übergeben, sondern könnten Exporterklärungen und Handelsdokumente automatisch digital an Zoll und Hafen übermitteln.

„Statt dass Zoll und Häfen Daten in physischer Form als Papierdokumente erhalten, bekommen sie diese Daten in digitaler Form, tokenisiert auf $IOTA. Ein Händler muss also kein Papierdokument mehr ausdrucken und dem Zoll übergeben, sondern übermittelt die Exporterklärung oder andere Handelsdokumente automatisch mit unserer Technologie. Dadurch können Zoll und Hafen die Daten sofort freigeben, und wir können sogar KI einsetzen, um diesen gesamten Prozess vollständig zu automatisieren.“

Für 2026 peilt Schiener eine weitere Expansion an. Neben Kenia und dem Vereinigten Königreich sollen fünf weitere Länder über Pilotprojekte angebunden werden:

„Wir werden Land für Land vorgehen und die ganze Welt onchain bringen. Wir werden nicht aufhören, bis die gesamte Welt in digitaler Form über $IOTA handelt. In diesem Jahr werden wir zusätzlich zu Kenia und dem Vereinigten Königreich fünf weitere Länder anschließen, sodass wir bis zum Jahresende wahrscheinlich bei rund sieben Ländern liegen werden, die über Piloten verbunden sind.”

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Südkorea. Dort will $IOTA nach seinen Angaben gemeinsam mit einem lokalen Industrieunternehmen, staatlicher Unterstützung, Hafenbehörden und Finanzinstituten einen Pilot aufsetzen, voraussichtlich für einen Handelskorridor mit dem Vereinigten Königreich oder den USA.

In den kommenden Monaten sollen zudem Stablecoin-Unternehmen eingebunden werden, um grenzüberschreitende Zahlungen über TWIN sofort und mit niedrigeren Gebühren abzuwickeln.